Wie uns Fitness-Studios übers Ohr hauen!

Oder wie sie es versuchen. Sie sind schwanger oder langfristig krank und wollen deshalb die Mitgliedschaft kündigen? Sie haben die Mitgliedskarte vergessen und man will Sie nur gegen Gebühr trainieren lassen? Sie dürfen keine eigenen Speisen und Getränke mitbringen? Typische Fälle von Fehlverhalten seitens des Studios. Diese und weitere juristische Fragestellungen werden im Folgenden beleuchtet.

Grundsätzliches
In Deutschland gilt Vertragsfreiheit. Sie und das Fitness-Studio können in gegenseitigen Vertragsverhandlungen einen Vertrag aushandeln und die Inhalte dabei festlegen wie Sie es möchten. Wenn beide Parteien diesen unterschreiben, sind Sie und das Fitness-Studio daran gebunden. Das würde man dann einen frei verhandelten Mitgliedschafts-Vertrag nennen. Im Falle von Verträgen mit Fitness-Studios handelt es sich aber immer um vorgefertigte Vertragsunterlagen mit wenig Spielraum, weshalb diese auch der Inhaltskontrolle durch das AGB-Gesetz unterliegen und eben nicht der unbeschränkten Vertragsfreiheit. Diese ist zu Gunsten des Kunden eingeschränkt. Dies führt dazu, dass viele Klauseln in den vorgefertigten Verträgen aufgrund von Fehlern oder problematischen Formulierungen juristisch angreifbar, ja teilweise offensichtlich rechtswidrig oder gar sittenwidrig sind und auch mit Ihrer Unterschrift keine Rechtswirkung entfalten. Unangemessene Benachteiligungen oder intransparente Kostenformulierungen in allgemeinen Geschäftsbedingungen sind rechtswidrig. Und selbst wenn handschriftliche Änderungen vorgenommen und die Verträge angepasst wurden, handelt es sich immer noch um „AGBs“. Hier darf man also gern genau hinsehen.

Sachverhalte, die darüber hinaus im Vertrag nicht eindeutig geregelt sind und nicht im gegenseitigen Einvernehmen abgesprochen wurden, haben Sie nicht unterschrieben und sind für Sie daher nicht bindend. Führt das Studio beispielsweise einen neuen Gerätebereich ein und möchte Ihren Mitgliedsbeitrag danach erhöhen, gibt es hierzu keine Rechtsgrundlage. Werden für besondere Dienstleistungen auf einmal, ohne dies vorher vertraglich zu regeln, irgendwelche erdachten Gebühren erhoben, sind diese nicht zu bezahlen.

Krankheit oder Schwangerschaft
Sie haben ein Recht auf Aufhebung des Vertrages mit dem Fitness-Studio wenn Sie schwanger sind oder krankheitsbedingt auf absehbare Zeit keinen Sport treiben können. Es reicht hierzu ein Attest des Arztes. Das Studio hat keinen Anspruch darauf zu erfahren, woran Sie erkrankt sind, und es steht ihm auch nicht zu, eine eigene Einschätzung des Krankheitsverlaufs abzugeben oder eine weitere (amts-)ärztliche Meinung einzufordern. Dies ist übrigens eine Kündigung „aus wichtigem Grund“, die sofort Wirksamkeit entfaltet. Sie sind hier nicht an Fristen gebunden und Sie müssen auch keine zeitweise Stillegung des Vertrages mit späterer Fortsetzung akzeptieren. Bereits der folgende Mitgliedbeitrag darf nicht mehr abgebucht werden. Basis bildet die höchstrichterliche Entscheidung des BGH, Aktenzeichen: XII ZR 42/10, vom 08.02.2012. Der Volltext des Urteils ist z.B. hier zu lesen. Das bedeutet Rechtssicherheit und kein Herumdiskutieren! Im Zweifel sofort zum Anwalt.

In Abgrenzung sollte aber erwähnt werden, dass absehbar lange Krankenzeiten von einigen Wochen nicht zu einer Kündigung aus wichtigem Grund berechtigen, sofern diese Zeiten nicht über die ursprüngliche Laufzeit des Vertrages hinausgehen. Hier kann der Vertrag für die entsprechende Zeit ausgesetzt werden, sofern das Studio den Vertrag nicht aus Kulanz löst. Es kommt auch ein Anhängen der verpassten Zeit an das Ende der Laufzeit in Betracht. Dass Sie ein Recht zur Aussetzung haben, wird in höchstrichterlichen Urteilen bestätigt, z.B. BGH-Urteile Aktenzeichen XII ZR 55/95 und XII ZR 174/95. Ob es sich jedoch um eine absehbare Krankenzeit handelt, die dies noch rechtfertigt, oder um eine Kündigung aus wichtigem Grund, entscheidet Ihr Arzt im Attest und nicht das Studio.

Kündigung wegen Umzug
Wenn Sie umziehen, haben Sie ebenso ein Sonderkündigungsrecht aus wichtigem Grund. Dies trifft natürlich nicht zu, wenn Sie nur eine Straße weiter ziehen und das Studio nach wie vor mit ähnlichem Aufwand zu erreichen ist oder wenn Sie in einer Kette trainieren und ein anderes Studio dieser Kette am neuen Wohnort in ähnlicher Nähe liegt und weiterhin dieselben Bedingungen gelten.

Zieht das Studio um, dann haben Sie aber auf jeden Fall ein Sonderkündigungsrecht, auch wenn es nur in einen anderen Ortsteil zieht und Sie deswegen einen höheren Aufwand haben, es zu besuchen. Sie haben sich ja auch aufgrund der Lage für einen Vertrag mit diesem Studio entschieden.

Nachtrag (08.02.2015): zum erstgenannten Punkt (Mitglied zieht um) gibt es mittlerweile auch gegenteilige Urteile (z.B. Amtsgericht Bremen, AZ 10 C 47/14), welche das Risiko des Umzugs alleine beim Mitglied sehen, welches sich bewusst zu günstigen Konditionen für eine lange Laufzeit entschieden hat. Wie jeder Einzelfall zu entscheiden ist, bleibt offen. Es spricht jedoch nichts dagegen, im Vertrag ein solches Sonderkündigungsrecht eintragen zu lassen, wenn Ihre Lebensumstände nicht immer garantieren, dass Sie auch über die Laufzeit des Vertrages an demselben Wohnort verbleiben. Ich kann nur empfehlen, diesen Punkt bei Abschluss eines Neuvertrages anzusprechen.

Änderung der Öffnungszeiten und anderer Bedingungen
Allzu gerne ändern Fitness-Studios einfach maßgebliche Bestandteile ihrer Leistung und setzen voraus, dass die Mitglieder das einfach hinnehmen. Das müssen Sie aber nicht. Sie haben allerdings erst ein sofortiges Kündigungsrecht, wenn Sie das Studio mit Fristsetzung von 3 Wochen auffordern, die ursprünglichen Bedingungen wieder herzustellen und sich daraufhin nichts tut.

Dies gilt nicht nur bei Änderung der Öffnungszeiten, sondern für alle Änderungen des Leistungsangebots wie eine maßgebliche Änderung der Geräteausstattung, des Kursangebots oder der Kinderbetreuung; die größte Rechtssicherheit haben Sie, wenn diese Angaben detaillierter Bestandteil des Vertrages waren. Andernfalls bleibt jeder Einzelfall für sich zu beurteilen. Extreme Beispiele wie die Abschaffung des Indoor-Cycling-Bereichs, mit dem lange Zeit geworben wurde und weswegen Sie beigetreten sind, der Sauna, des Freihantelbereichs oder der Kinderbetreuung, bzw. das Zusammenschrumpfen dieser Angebote auf einen pro-forma-Rest, sichern Ihren Stand juristisch aber eindeutig ab, auch wenn diese nicht ausdrücklich Vertragsbestandteil waren, aber bei Eintritt in das Studio existierten.

Ich persönlich hatte einmal einen Konflikt hinsichtlich Kinderbetreuung. Diese existierte bei Vertragsabschluss, wurde mir gegenüber beworben und war Grund für mich, das Studio zu wählen. Der Studioleiter behauptete im Streit, dies sei kein Vertragsbestandteil und somit nicht verpflichtend, und wenn er wolle, könne er die Betreuung von heute auf morgen einstellen. Das ist natürlich absurd und die Rechtslage klar: in diesem Fall hätte ich ein sofortiges Kündigungsrecht. Es würde sogar reichen, dass sich die Betreuungszeiten maßgeblich ändern. So weit ist es aber gar nicht gekommen. Die Betreuung blieb bestehen.

Weitere Sonderkündigungsrechte
Sie haben weiterhin ein sofortiges Kündigungsrecht, wenn die Pflege der Geräte trotz Anmahnung dauerhaft dergestalt vernachlässigt wird, dass Sie ständig Sorge haben müssen, sich zu verletzen. Das beginnt schon mit schlecht gewarteten Kabelzügen, die mal funktionieren und mal nicht, und das Glück darüber entscheidet, ob man sich die Schulter verletzt. Oder ruckelnde Laufbänder, scharfe Kanten an Geräten, defekte Sicherheitsvorrichtungen oder mangelnde Hygiene. Bei weniger schlimmen Fällen kann natürlich eine Androhung der Kündigung mit Fristsetzung zur Abschaffung der widrigen Umstände zunächst die bessere Wahl sein.

Ein Sonderkündigungsrecht besteht auch wenn sich ein Trainer derartig daneben benimmt, dass das Vertrauen maßgeblich erschüttert ist. Werden Sie als Studiomitglied von einem Trainer begrapscht (sexuell belästigt), ist das natürlich auch ein Grund für eine sofortige fristlose Kündigung (wenn nicht auch noch parallel für eine Strafanzeige). Ich habe schon selbst erlebt, wie Trainer auf einer Studiofeier nach entsprechendem Alkoholgenuss einem weiblichen Mitglied an Brust und Po gefasst haben. Dieses Verhalten ist absolut nicht zu tolerieren.

Riesig lange Vertragslaufzeiten
Ein Vertrag mit einem Fitness-Studio darf Sie nicht unverhältnismäßig lange binden. Verträge bis 24 Monate werden in der Rechtsprechung noch als zulässig angesehen, darüber hinaus haben Sie aber gute Chancen, das Vertragsverhältnis vorzeitig zu lösen, auch wenn Sie dies ohne wichtigen Grund möchten. Allerdings wird sich das Studio zunächst querstellen und die dämliche und vielgehörte Behauptung aufstellen, Sie hätten ja unterschrieben, es gelte ja Vertragsfreiheit, und damit sei alles gültig. Wie ich oben geschildert habe, greift bei Studio-Verträgen aber das AGB-Gesetz und die Vertragsfreiheit ist damit zusätzlich zur sonstigen Rechtslage deutlich zu Ihren Gunsten eingeschränkt. In solch einem Fall kommen Sie wahrscheinlich um einen Rechtsbeistand trotzdem nicht herum, es sei denn die Studioleitung zeigt sich nach einiger Diskussion vernünftig.

Eine Anmerkung am Rande: die juristische Laufzeit eines Vertrages beginnt bei Abschluss. Gerne schließen Fitness-Studios schon viele Monate vor dem gewähltem Trainingsbeginn den Vertrag ab, um den Kunden rechtzeitig zu binden, auch wenn er noch einen Vertrag mit einem anderen Studio am Laufen hat. Dies geschieht im Rahmen von Sonderveranstaltungen wie Eröffnungsaktionen oder einem Tag der offenen Tür, aber auch im regulären Verkaufsgespräch. Wenn Sie also 9 Monate vor Vertragsbeginn einen Vertrag über 18 Monate abschließen, beträgt die gesamte Bindungszeit an diesen Vertrag deutlich über 2 Jahre. Hier haben Sie gute Chancen, den Vertrag vorzeitig zu beenden (AG Gießen, Urteil vom 10.03.2010, Aktenzeichen 45 C 607/09).

Vertragsverlängungen großteils unwirksam
Vertragsverlängerungen bis 6 Monate nach Ablauf der Erstlaufzeit sind in der Regel wirksam (BGH-Urteil vom 04.12.1996, Aktenzeichen XII ZR 193/95). Verlängerungen von mehr als einem Jahr sind definitiv unwirksam. Ebenso Kündigungsfristen, an denen nur einmal im Jahr zu einem bestimmten Termin gekündigt werden kann, und das ist die Regel bei Studio-Verträgen! Ich persönlich trainiere momentan zu Bedingungen, die eine Verlängerung von jeweils einem Jahr vorsehen, und auch nur einmal im Jahr zu genau diesem Termin gekündigt werden kann, also teilweise in der rechtlichen Grauzone, in der Gerichte unterschiedlich entscheiden und teilweise zu rechtswidrigen Konditionen. Ich bin gespannt, ob meine Kündigung, sollte sie denn irgendwann erfolgen, vor Gericht landen wird (ausnahmesweise bin ich einigermaßen zufrieden mit dem Geschäftsgebaren meines aktuellen Studios und habe nicht vor, hier einen weiteren Rechtsstreit vom Zaun zu brechen). Eine Kündigungsfrist darf übrigens höchstens 3 Monate betragen. Ist diese im Vertrag länger angegeben, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist. 1 Monat sollte mittlerweile Standard sein. Dies ist im beiderseitigen Interesse eine überschaubare Zeit, ohne eine Partei unangemessen zu benachteiligen. Bestehen Sie bei Vertragsabschluss ruhig auf eine 1-monatige Kündigungsfrist!

Keine eigenen Getränke
Der Wunsch des Studiobetreibers, dass sich die Kunden teures Wasser oder unnütze Sportgetränke an der Theke kaufen, ist wirtschaftlich nachvollziehbar. Juristisch durchsetzen kann er dies jedoch nicht und somit bleibt es beim Wunschdenken. Hierzu gibt es mehrere relativ alte und lang bekannte Urteile (Landgericht Stade, Urteil vom 29.10.1998, AZ: 4 O 35/97 und Oberlandesgericht Brandenburg, Urteil vom 25.06.2003, AZ: 7 U 36/03). Solche Klauseln haben in Verträgen nichts zu suchen und sind unwirksam. Natürlich können Glasflaschen aus Sicherheitsgründen verboten sein (falls das Studio nicht selbst Glasflaschen anbietet), aber das eigene mitgebrachte Getränk kann nicht verboten werden.

Keine Haftung!
Fitness-Studios hängen gerne große Schilder auf, oder fügen sogar entsprechende Abschnitte in den Vertrag ein, dass keinerlei Haftung übernommen wird, nicht für Garderobe oder Wertsachen im Umkleideraum und auch nicht für Verletzungen auf der Trainingsfläche. Das ist zwar grundsätzlich rechtens, im Falle von Fahrlässigkeit jedoch Unsinn. Natürlich haftet ein Fitness-Studio bei Fahrlässigkeit, wenn die Geräte nicht in ordnungsgemäßem Zustand sind und Sie sich verletzen, oder wenn die Umkleiden frei für jeden zugänglich sind, also weder Zutrittskontrolle noch Abschlussfunktion gewährleistet sind. Dies wird jedoch immer eine Einzelfallentscheidung sein und, wenn keine einvernehmliche Regelung mit dem Studio gefunden wird, vor Gericht landen.

Kündigung nicht bekommen
Auch schon mehrfach im persönlichen Umfeld erlebt: das Studio behauptet, die Kündigung nicht erhalten zu haben. In diesem Fall liegt die Beweislast natürlich bei Ihnen. Grundsätzlich ist eine Kündigung als einseitiges Rechtsgeschäft an keine Form gebunden, kann also auch mündlich am Empfang einem Vertreter des Studios gegenüber abgegeben werden, sofern der Vertrag keine Pflicht zur schriftlichen Kündigung vorsieht. Einschreiben kann nicht verlangt werden. Aus Gründen der Beweislast empfehle ich aber trotzdem, eine Kündigung immer schriftlich abzugeben. Wählen Sie hier Einschreiben mit Rückschein oder lassen Sie sich den Eingang der Kündigung vor Ort schriftlich bestätigen.

Kosten für die Ausstellung einer Mitgliedskarte und Kosten für eine defekte Mitgliedskarte
Sie verlieren Ihre Mitgliedskarte oder diese bekommt nach jahrelanger Nutzung aufgrund Materialermüdung Risse und bricht, weshalb sie nicht mehr benutzbar ist? Ganz klarer Fall: das Studio muss diese auf eigene Kosten ersetzen, und das gilt auch, wenn sie aufgrund leichter Fahrlässigkeit Ihrerseits zerstört wird (in der Waschmaschine mitgewaschen, verloren). Die Wahl der Zutrittsmethode ist dem Fitness-Studio überlassen. Wenn es sich für ein Zutrittssystem mit Mitgliedskarten entscheidet, ist es dies im alleinigen Interesse des Studios und Sie müssen eine solche Karte annehmen, um die Leistung des Studios überhaupt in Anspruch nehmen zu können. Aus diesem Grund muss das Studio Ihnen diese Karte kostenfrei zur Verfügung stellen. Sie könnten sich auch jederzeit über Ihren Ausweis als Mitglied identifizieren. Es handelt sich also um gewöhnliche Kosten, die im Rahmen des Studiobetriebs entstehen. Diese sind auf der Einnahmenseite, also in den Mitgliedsbeiträgen zu kalkulieren. Die mehr oder weniger regelmäßige Erneuerung alter Karten ist Bestandteil dieser Kalkulation, der Kunde kann nicht für die Auswahl des Systems und die Materialqualität in jedem Einzelfall in Haftung genommen werden.

Es gibt hierzu ein Urteil, in welchem die gesamte Klausel der Berechnung von Gebühren für die Ausstellung einer Mitgliedskarte wegen Verstoßes gegen das AGB-Gesetz für unwirksam erklärt wird (LG Lübeck, 14.04.1999, Az: 17 O 338/98). Leider ist es aber in vielen Studios Gang und Gäbe, eine Gebühr für die Mitgliedskarte zu berechnen, wenn auch in irgendwelchen Abschlusspauschalen verpackt.

Auch eine aberwitzige, aber reale Geschichte: ein Fitness-Studio will bei Verlust einer alten Zutrittskarte dem Kunden einen neuen Vertrag aufzwingen, den es jetzt mit den neuen Zutrittskarten gäbe. Das ist natürlich völlig absurd. Die Nutzung, der Verlust und die Erneuerung einer Mitgliedkarte ändern überhaupt nichts am Vertragsverhältnis. Wenn das System des Betreibers dies nicht hergibt, muss dieser es umprogrammieren lassen, das ist nicht das Problem des Kunden. Vertrag ist in diesem Fall Vertrag.

Mitgliedskarte vergessen
Ich habe es schon erlebt, dass Fitness-Studios von Mitgliedern, die ihre Zutrittskarte vergessen haben, Gebühren erheben. Das ist unzulässig! Natürlich steht in den Vertragsbedingungen, dass die Mitgliedskarte mitzubringen ist, diese dient ja der Identifizierung des Mitglieds, aber identifizieren können Sie sich im Ausnahmefall auch anders. Hauptleistung, die Sie als Studiomitglied gemäß Vertrag erbringen müssen ist das Bezahlen Ihrer Beiträge. Gegenleistung ist die Überlassung des Studios zur Nutzung. Solange Sie Ihre Beiträge zahlen, können Sie trainieren. Ein Empfangsmitarbeiter ist immer in der Lage festzustellen, ob Sie Mitglied sind und mit den Beiträgen laufend. Dann muss er eben Ihren Namen eingeben, das abgelegte Foto prüfen oder Ihren Ausweis verlangen. In der Regel kennt man sich aber sowieso. Es gibt keine Grundlage für eine Gebühr bei Vergessen der Karte, auch nicht für die Ausstellung einer Ersatzkarte für ein einmaliges Training. Diese werden heutzutage kontaktlos programmiert, was keine Kosten verursacht. Es gehört meiner Ansicht nach zu den größten Dreistigkeiten eines Fitness-Studios, hierfür Geld zu verlangen. Jeder kann mal etwas vergessen, und in einer partnerschaftlichen Geschäftsbeziehung zwischen Studiobetreiber und Mitglied sollte so etwas nicht vorkommen. Demnächst verlange ich Gebühren wenn mal wieder vergessen wurde, die Mülleimer zu leeren, mal wieder Schimmel in der Dusche oder im Dampfbad wächst oder mal wieder vergessen wurde, den klemmenden Kabelzug in Stand zu setzen!

Die Frage ist natürlich, wie das in voll automatisierten Studios abläuft. Allerdings, gibt es so etwas? Irgendeine Aufsichtsperson muss doch immer anwesend sein, und die kann auch prüfen, ob man Mitglied ist.

Gebühren, Pauschalen und sonstige Beiträge, die undurchsichtige Kostenstruktur von Fitness-Studios
Fitness-Studios sind wahre kreative Meister im Erfinden neuer Gebührenmodelle. So finden sich oft sogenannte Service- oder Betreuungspauschalen, die quartalsweise oder jährlich extra erhoben werden und beispielsweise für die Leistungen der Trainer, Gesundheitschecks oder die Trainingsplanerstellung pauschal erhoben werden sollen. Die Krönung des Ganzen ist die unberechtigte Jahresgebühr für eine Mitgliedskarte (siehe oben). Während die Finanzbranche regelmäßig abgemaht wird, wenn eine Gebühr auf dem Prüfstand steht, kommen Fitness-Studios leider oft damit durch, weil sich Einzelklagen wegen Geringfügigkeit kaum lohnen. Aber auch hier gibt es Urteile.

Neben der Frage der Rechtmäßigkeit stellt sich bei der Beurteilung des Sachverhalts auch die Frage, ob diese Vertragsklauseln überhaupt entsprechend der AGB-Gesetzgebung korrekt eingebunden sind. Bereits hier sind die meisten Studios angreifbar (LG Münster, Beschluss vom 22.02.2011, Aktenzeichen 06 T 48/10, Servicepauschale unwirksam). Sämtliche Kosten müssen nämlich transparant und für den Kunden verständlich ausgewiesen sein und dürfen sich nicht im Kleingedruckten Fließtext verstecken, sodass sie insgesamt kaum noch zu überblicken sind.

Ich rate jedem Fitness-Studio, seine Kosten vertraglich einfach zu gestalten. Transparenz und Ehrlichkeit währen schließlich am längsten und begünstigen langfristigen Erfolg. Wieso reicht nicht ein Monatsbeitrag aus? Was sollen weitere Wochen-, Monats- oder Jahrespauschalen, wenn diese ohnehin von jedem Mitglied zu zahlen sind? Das ist irreführend und Kosten-Verschleierung, und vor Gericht ziehen Studios damit meistens den Kürzeren. Keine Frage, dass für zusätzlich vereinbarte Leistungen auch zusätzliche Beträge vereinbart werden können, wie beispielsweise eine Getränke- oder Handtuchpauschale, sofern der Kunde diese wünscht und auch jederzeit wieder kündigen kann. Aber der reine Nutzungsvertrag für das Fitness-Studio sollte eine einzige Leistung, einen einzigen Beitrag, fällig stellen. Alles andere ist meines Erachtens unseriös. Achten Sie beim Vertragsabschluss darauf! Ich persönlich würde in keinem Fitness-Studio trainieren, in dem ich zusätzlich zu einem Monatsbeitrag noch andere Pauschalen zwingend zu zahlen habe.

Es ist auch ein weiteres unseriöses Geschäftsgebaren von vielen Fitness-Studios, ihr Preisverzeichnis überhaupt nicht öffentlich zugänglich zu machen oder in der Werbung wichtige Kostenbestandteile nicht zu nennen. So ist eine Werbung rechtswidrig, wenn verschwiegen wird, dass eine selbstverständliche Leistung wie das Duschen 0,50 Euro extra kostet (OLG Karlsruhe, Urteil vom 19.11.2008, Aktenzeichen 6 U 1/08). Der Kunde ist diese Kosten im Zweifel auch nicht schuldig, je nachdem wie der Vertrag formuliert ist. Ähnliches gilt für die Aufnahmegebühr oder wie auch immer ein Studio diese nennt. Bei der Werbung mit einem bestimmten Mitgliedsbeitrag muss diese selbstverständlich auch aufgeführt werden, da sie maßgeblicher Kostenbestandteil ist.

Grundsätzlich ist eine Aufnahmegebühr zwar rechtens, sofern sie korrekt in die Werbung eingebunden und im Vertrag deutlich ausgewiesen ist. Ich halte sie dennoch für eine unsinnige und überflüssige Gebühr. Fitness-Studios bekommen auf diese Art von einem Mitglied, der einen Jahresvertrag abschließt mit den Konditionen 50,00 Euro im Monat und 120 Euro Aufnahmegebühr, tatsächlich 60,00 Euro im Monat. Bei langjährigen Mitgliedschaften relativiert sich so der Betrag. Ich persönlich ärgere mich immer wieder, weil gerade bei erfahrenen Studionutzern dieser Gebühr keine Gegenleistung gegenüber steht. Sie brauchen keine Einweisung, keinen Trainingsplan und keinen Checkup, also sollte man je nach Erfahrungsgrad über diese Kostenbestandteile hartnäckig verhandeln.

Vertragsverhandlung – die Verdummbeutelung beginnt am ersten Tag
An dieser Stelle erzähle ich eine Anekdote aus meiner Trainerausbildung bei der IFAA (Internationale Fitness- und Aerobic-Akademie), die in einem Pfitzenmeier-Studio mit bei Pfitzenmeier (Inhaber der IFAA) beschäftigten Ausbildern stattfand. Dort haben wir als angehende B-Lizenz-Trainer beigebracht bekommen, wie man die Vertragsverhandlung führt. Und zwar gäbe es immer einen Mitgliedsbeitrag, der unbedingt zu zahlen sei, z.B. 50 Euro. Wir fangen aber mal mit 60 an, dann können wir gleich sagen, dass wir gerade eine Aktion haben und daher auf 50 Euro runtergehen können. Damit sollte man die meisten Kunden eingefangen haben. Den Wind aus den Segeln nehmen könnten wir ihnen dann noch, wenn wir die Aufnahmegebühr von regulär 150 Euro auf 120 Euro herabsetzen. Wenn der Kunde immer noch nicht unterschreiben will, könnten wir noch anbieten, die Angelegenheit mit der Studioleitung zu besprechen. Wir sollten dann nach hinten verschwinden, beispielsweise in Ruhe einen Schluck Kaffee trinken gehen, und nach ein paar Minuten freudestrahlend zum Kunden zurückkehren mit der Zusage, dass die Studioleitung in seinem Fall entschieden hat, noch bis 100 Euro abzusenken. Das sei aber ein einmaliges Angebot und damit sei Schluss. Der Kunde verlässt das Studio mit dem Gefühl, gut verhandelt zu haben, dabei sind bereits diese 100 Euro Eintrittsgebühr schlicht zusätzlicher Ertrag und ohne entsprechenden Gegenwert für den Kunden.

Was ich davon halte? Gröbste Verdummbeutelung des Kunden, Bruch des Vertrauensverhältnisses von Anfang an, Mafiagebaren und Betrug. Ob das heute noch und in jedem Studio so gehandhabt wird? Diese Gedanken soll sich jeder selbst machen. Ich bin aber sicher, dass nicht nur mein Jahrgang angehender Trainer dies so beigebracht bekommen hat. Und zwar in einem Ausbildungsinstitut, das einen sehr guten Ruf in der Branche hat! Ich persönlich gehe davon aus, dass genau diese Masche Standard im Verkaufsgespräch ist.

Abgrenzung und Fazit
Selbstverständlich gibt es Fitness-Studios, die sich vorbildlich und juristisch einwandfrei verhalten und mit denen man trotz Meinungsverschiedenheiten partnerschaftlich diskutieren und eine gemeinsam vertretbare Lösung finden kann. Aber diese muss man mit der Lupe suchen. In allen anderen Fällen wünsche ich mir, dass mehr Menschen auch wegen kleineren Beträgen und Vertragsangelegenheiten ihr Studio verklagen bis auch die letzte dummdreiste Überheblichkeit und Arroganz aus dem oftmals aufgeblasenen aber leeren Kopf herausgequetscht wird, denn wenn es ums Vertragliche geht, verhalten sich Studiobeteiber meiner Meinung nach oft wie Kleinkriminelle, die uns mit Taschenspielertricks und frechen Lügen für dumm verkaufen wollen.

Ich hoffe, dieser Artikel konnte Ihnen ein paar Anhaltspunkte geben, künftig mit gestärktem Rücken in ein Streitgespräch mit Ihrem Studio zu gehen. Ich bin natürlich kein Rechtsanwalt, habe aber etliche Jahre Erfahrung mit Fitness-Studios gesammelt, und zwar von beiden Seiten, und in meinem Leben auch schon mehrfach juristische Konflikte ausgetragen oder war beratend an diesen beteiligt, so dass ich (natürlich auch nach entsprechender Recherche) diese Aussagen treffen kann. Im Zweifel fragen Sie Ihren Anwalt!

Da es sich sich hier um juristische Fragestellungen handelt muss ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass die angesprochenen Punkte lediglich Informationscharakter haben und keine Rechtsberatung darstellen. Sie wurden gründlich recherchiert. Trotzdem übernehme ich keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen.

Mich interessieren natürlich Beispiele oder auch weitere Punkte zu diesem Thema und hoffe auf ein paar gute Kommentare!

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63 Gedanken zu „Wie uns Fitness-Studios übers Ohr hauen!“

  1. Sehr informativ!
    Wer sich nach Lesen dieses Atrikels noch über den Tisch ziehen lässt, ist selber Schuld! 😉

    1. Danke für Deinen netten Kommentar. Ich bin mir sicher, dass es nicht nur schwarze Schafe gibt, aber die Fitnessbranche ist erfahrungsgemäß besonders ignorant in der eigenen Rechtsauffassung. Es tut gut, sich hier etwas zu informieren, damit man mitreden kann, wenn es mal drauf ankommt.

  2. Ich ärgere mich immer noch,dass ich bei Vertragsschließung mit einem Fitness Stdio 50 Euro Verwaltungsgebühr zahlen musste. Auf Anfrage was diese Gebühr denn für Leistung beinhalte, wurde mir nur mitgeteilt, es sei die Ausstellung der Mitgliedskarte, so wie die Vertragsschließung selbst. Dies sei ein Service. Aber 50 Euro? Ganz genau wusste die Dame es auch nicht und ich habe auch nicht weiter gefragt, da ich einen beitragsfreien Monat bekommen hatte, der höher gewesen wäre, als die 50 Euro. Aber ganz so einleuchten will mir das Preis/Leistungsverhältnis dieser Summe trotzdem nicht..

    1. So etwas ist immer ärgerlich aber leider Standard. Die Vertragsschließung liegt vor allem im Interesse des Studios, das ohne Verträge nicht leben könnte. Das „Service“ zu nennen ist geradezu lächerlich. Kosten hierfür hat natürlich kein Kunde zu tragen, und so eine Karte kostet in der Anschaffung etwa 3 Euro. Tatsächlich bezahlen die Studios damit dem Mitarbeiter seine Abschlussprovision oder nehmen das einfach als zusätzlichen Ertrag hinein. Ich finde, es ist ein Armutszeugnis, dass sich Studios nicht aus dem laufenden Ertrag, also den Monatsbeiträgen, finanzieren und diese entsprechend kalkulieren, und es immer noch nötig haben, so eine Eintrittsgebühr zu verlangen. Wie Du schon sagst, Du hattest einen freien Monat, insofern kann es Dir egal sein, Du hast es ja auch vorher gewusst und hättest den Vertrag so nicht abschließen müssen. Was bleibt ist der negative Beigeschmack, sich gleich zu Beginn der Vertragsbeziehung die Frage über die Seriosität des Studios stellen zu müssen.

  3. Zitat: Die Vertragsschließung liegt vor allem im Interesse des Studios, das ohne Verträge nicht leben könnte.

    Ich bin Besitzerin eines Studio´s. Ich KANN gerne ohne Verträge leben, aber kenne niemanden der die tatsächlichen Kosten für das Training zahlen will. Die Beiträge sind erheblich günstiger!
    Hier mein Kommentar zu Peer!
    Ich bin ziemlich schockiert über diese aus meiner Sicht sehr einseitigen und völlig inakzeptablen Wertungen. Meine Trainer wollen von ihrem Gehalt leben können, jede Weiterbildung, jede neue innovative Geräteausstattung, mein Gewerbemiete, Steuern, Versicherungen etc. , das alles sind Dinge die von mir geleistet werden müssen.
    Der weit aus größere Skandal an diesem Artikel hier ist aus meiner Sicht, das offensichtlich Verträge nicht eingehalten werden müssen. Das Vertragsrecht ist für mich ein sehr hoher Wert in unserer Gesellschaft. Ich empfinde es als Angriff auf die Werte für die wir hier ja alle stehen, wenn diese „nicht Erfüllung“ noch beworben wird. Und das auch noch von einem Mitarbeiter aus der Branche!. Peer, haben sie denn regelmäßig ihr Gehalt erhalten? Oder haben sie gerne darauf verzichtet, damit das Mitglied vom Beitrag befreit wird, weil Mitglied einfach keinen „Bock“ mehr hatte und mit einem Schein-Attest kam? Waren oder sind sie bereit, von jedem Besucher der Fitnessanlage nur die Summe an Entlohnung anzunehmen, die dieser als angemessen empfindet? Oder sind sie bereits erfolgreicher Personaltrainer als eigenständiger Unternehmer? Oder, hat es dazu nicht gereicht?

    1. Hallo Sabine, ich sage einfach mal „Du“, wie in Blogs üblich. Ich glaube, Du hast etwas an meinem Artikel falsch verstanden. Das Zitat mit der Vertragsschließung kommt übrigens nicht von mir, sondern aus einem Urteil. Und dabei geht es darum, dass die KOSTEN für einen Vertragsabschluss nicht dem Kunden angelastet werden dürfen weil es ja in der Natur des Gewerbetreibenden liegt, Verträge schließen zu wollen. Das ist Standard-Rechtsprechung, nicht nur in der Fitness-Branche. Niemand sagt, dass Du keine Verträge schließen sollst (übrigens ist sogar die einmalige Überlassung des Studios gegen z.B. 5 Euro auch ein Vertrag, hänge Dich mal nicht zu sehr an diesem Begriff auf, selbstverständlich bedarf es zwischen Studio und Trainierenden eines Vertrags!). Ich sehe es übrigens gerade als großes Problem der Branche im Allgemeinen, dass die Geiz-ist-Geil Mentalität die Qualität der Trainer und der Studios nach unten zieht. Ein gutes Studio mit guter Betreuung und ordentlicher Leitung ist deutlich mehr als 50 Euro im Monat wert, und selbstverständlich muss jeder, vom Trainer auf der Fläche, über die Servicekräfte, und schlussendlich auch der Betreiber als Unternehmer mit entsprechendem Risiko entsprechend verdienen. Das ist aber nicht Thema dieses, aus meiner Sicht keineswegs einseitigen Artikels sondern ein Problem der Branche die sich mit Preisunterbietung selbst kaputt macht. Nirgendwo erwähne ich, dass Studios zu teuer sind. Es ist auch nicht Thema, dass Verträge nicht eingehalten werden müssen. Es geht lediglich darum, wie ein ausgewogenes ordentliches Verhältnis im Rahmen zulässiger Vertragsfreiheit, ohne überraschende Klauseln, unter Beachtung AGB-Gesetz und tatsächlicher Rechtsprechung aussehen sollte. Und ab wann man aus besonderen Gründen einen Vertrag lösen kann; das funktioniert umgekehrt, wenn sich z.B. ein Mitglied asozial verhält ja auch, wäre schlimm, wenn beide Seiten bis aufs Verrecken an den Vertrag gebunden wären! Niemand spricht von Scheinattesten. Die Generalunterstellung, dass jeder, der ein Attest vom Arzt bringt, auf welchem steht, er kann keinen Sport mehr treiben, lügt und Dich als Betreiberin betrügen will, weise ich entschieden zurück. Genau diese Sicht der Betreiber macht es so schwierig ordentliche Dialoge zu führen. Gehen wir mal davon aus, dass jeder ehrlich ist und mit offenen Karten spielt, dann muss man sich einfach an das halten, was Recht und vernünftig ist. Und das entscheiden im Zweifel die Gerichte, und daran sollte man sich dann in Zukunft eben halten. Meine Erfahrung ist allerdings, dass Studios gerne ihren „längeren Hebel“ ausnutzen, weil die Hemmschwelle des Kunden, zum Anwalt zu gehen leider oft groß ist. Ein paar einfache Regeln, ein Grundverstädnis von Partnerschaftlichkeit im Geschäftsleben und vor allem ein offenes Ohr für beide Seiten würden vieles einfacher machen. Dieses unausgewogene Kräfteverhältnis spreche ich an. Und sorry, nur weil ich Teil der Branche war/bin, muss ich mich nicht auf die Seite des Stärkeren stellen, und die Augen vor den Lug und Trug verschließen, der sich dort sehr häufig täglich abspielt. Zu Deiner Frage: ich musste meine Rechnung tatsächlich mehr als einmal fast einklagen (ich war übrigens immer selbständig). Ich erlebe es immer wieder, dass vor allem junge Trainer verarscht werden, mit (illegalem) unbezahltem Probearbeiten etc.; und ja, ich war/bin erfolgreicher eigenständiger Unternehmer. Momentan arbeite ich allerdings aus diversen Gründen wieder hauptsächlich als angestellter Mathematiker, sehr nahe am juristischen Bereich, weshalb das auch ein kleines Hobby von mir ist. Gerade Deinen letzten Satz empfinde ich als unterschwellig sehr aggressiv bzw. polemisch, da fühlt sich einer wohl gebissen… und gehe daher nicht unbedingt davon aus, dass das hier eine fruchtbare Diskussion wird, aber dennoch wollte ich Deinen Kommentar nicht unbeantwortet lassen.
      Ich wünsche Dir, trotz unterschiedlicher Ansichten, jedenfalls weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass Fairness in Deinem Studio an der Tagesordnung ist. Dann wirst Du auch langfristig Erfolg und treue Kunden haben.
      Viele Grüße!

      1. Ich habe auch gar nichts gegen das Vertragsrecht gesagt. Sehr wichtig dass es hier klare Regeln gibt. Allerdings ist es nunmal Gang und Gäbe dass Studiobetreiber meinen sie könnten alles da rein schreiben und natürlich auch noch alles zu ihren Gunsten. Und am besten noch ein bisschen was verstecken oder so kompliziert schreiben dass es der Peter von der Straße sowieso nicht versteht. Und das in standardisierten, vorgefertigten Verträgen. Tja und leider funktioniert das so nicht. Da gibt es nämlich Einschränkungen, um den schwächeren Vertragspartner zu schützen, der nach dem Motto Friss oder stirb unterschreiben soll. Das ist auch Teil des Vertragsrechts und hat was mit Verbraucherschutz zu tun. So einfach ist das. Liebe Betreiber, informiert euch, gestaltet faire Verträge und schon hat das Jammern ein Ende.

  4. Hallo zusammen ich hab da mal eine Frage. Mein Fitnessstudio ist der Verbietet es den Männlichen Mitgliedern mit Ärmellosen Shirts zu Trainieren, was ich schon echt komisch Finde. Warum nur Männer und Frauen dürfen? Rechtens ?
    Jetzt hat das Fitnessstudio einen Zirkel durch einen neuen ersetzt, der zwar wie der alte genutzt werden kann, zusätzlich aber noch Isokenetisches und Adaptives Training unterstützt. Wenn man diese Funktionen aber nutzen möchte muss man seinen Vertrag quasi wieder um 2 Jahre verlängern. Keine zusätzlichen Kosten aber wieder zwei Jahre binden. Ich finde diese Vorgehensweise komisch, und fraglich ob dieses so rechtens ist. Habt ihr Erfahrungen ?

    1. Hallo Dirk! Ich bin natürlich nicht in der Lage, eine Rechtsberatung zu geben, und kann Dir nur meine Meinung dazu sagen: ich kenne die Regelung, dass nicht ärmellos trainiert werden kann z.B. von den Pfitzenmeyer Studios, Venice Beach etc.; die wollen damit eine ganz bestimmte Klientel draußen halten und etwas „seriöser“ wirken. Ich selbst finde das ziemlich dämlich, weil ich je nachdem was ich trainiere, die Schultern sehen will. Ob man es im Rahmen der Gleichbehandlung bzw. Anti-Diskriminierung durchsetzen kann sei dahin gestellt, ich finde eigentlich schon, mir ist aber kein solcher Fall bekannt, sodass ich es schweren Herzens schlucken würde – sofern die Regelung von Anfang an bekannt war und nicht nachträglich eingeführt wurde. Aber geh doch einfach mal Bauchfrei! 🙂
      Zum Zirkel: Habe ich das richtig verstanden? Du kannst den nutzen wie vorher, wenn Du die neuen Möglichkeiten der Maschinen nicht nutzt? Falls das anders ist, würde ich sagen, haben die ein Problem. Sie können nicht verlangen, dass man einen Vertrag verlängert (genausowenig wie sie mehr Geld verlangen können), wenn sie Dir Trainingsmöglichkeiten wegnehmen, die Du nach Neuanschaffung weiter nutzen willst. Das wäre ja einfach… 3 Geräte austauschen und sagen, neuer Vertrag, wenn man die nutzen will… nein nein, so geht das nicht. Also sofern Du dort gar nicht trainieren kannst, sind sie im Unrecht.
      Führen sie allerdings etwas neues ein ohne Dich in altgewohntem einzuschränken, haben sie natürlich das Recht, für die Nutzung Geld zu verlangen oder eine Vertragsanpassung, die auch in der Laufzeit resultieren kann, zu verlangen. Allerdings heißt „können“ nicht, dass es ganz „sauber“ ist. Es wäre wirklich komisch, klingt meines Erachtens auch ziemlich verzweifelt und unseriös, aber rechtlich möglich ist das sicher. Manchmal kann man aber auch nett mit den Betreibern reden.

  5. Die Geschichte mit dem Ärmelfrei war mir nicht bekannt. Soll in der „Hausordnung “ stehen die ich nie gesehen hab und die mir auch keiner Zeigen kann.
    Obwohl die ja eigentlich aushängen sollte. Sie drohen sogar mit Sperrung deines Zugangs ins Studio wenn du es nicht einhältst.
    Zu den Geräten , diese wurden ausgetauscht du kannst sie aber wie die Alten benutzen. Nur um die zusatzfunktionen Isokenetisch oder Adaptiv zu verwenden muss deine Karte dafür eingestellt werden.
    Die argumentieren das halt damit das die Geräte Finanziert werden müssen, aber wie geht das besser wenn man die Kunden mit zusätzlichen und kostenlosen Dingen an sich zu bindet?
    Momentan fühle ich mich verarscht und überlege das Studio zu wechseln.
    Ich danke dir für deine Antwort.
    Ich werde Ihnen aber meine Meinung dazu sagen und sehen wie wichtig man als Mitglied ist

  6. Ich habe ein Vertrag mit einem kleinen familiären Studio gemacht.
    Jetzt zieht das Studio um und schließt sich einer großen Kette an. Ich möchte nicht in diesen großen Studios trainieren, das war der Grund für die Auswahl eines sehr kleinen Studios.
    Hab ich hier ein Sonderkündigungsrecht.

    1. Ich kann natürlich keine Rechtsberatung geben. Allerdings gehört der Umzug eines Studios in der Rechtsprechung auf jeden Fall zu den Gegebenheiten aus denen sich ein Sonderkündigungsrecht ergibt. Sie hab ja gezielt diese Lage ausgesucht. Da gilt auch nicht die Regel dass ein paar km zu verschmerzen sind (wie wenn Sie umziehen würden). Wenn sich Ausstattung etc. zusätzlich ändert kommt das natürlich oben drauf. Ich gehe fest davon aus dass Sie also ein Sonderkündigungsrecht haben. Sollte der neue Betreiber ihnen Schwierigkeiten machen, ist es immer die Frage wie weit sie gehen möchten um ihr Recht zu verteidigen. Ich würde es im Zweifel durchziehen. Ich freue mich auch über den weiteren Verlauf zu hören. Sportliche Grüße, Peer Feddersen

  7. Ich muss hier nun auch mal ein Kommentar loswerden: Mein Sohn wollte als Sportbegeisterter unbedingt in der Branche arbeiten. Hat ein Arbeitsplatz für ein duales Studium gefunden. Und was soll ich sagen: Er wurde schamlos ausgenutzt. Abends um 10 abschließen und morgens um 6 wieder öffnen! Am Wochenende arbeiten usw. alles kein Problem weil er es gerne gemacht hat. Aber: Geld hat er keins bekommen. Nach vielen dämlichen Ausreden habe ich darauf bestanden, dass er kündigt. Wir sind vors Arbeitsgericht gezogen und haben Recht bekommen. Aber weit gefehlt – noch immer kein Geld erhalten!! Nun hat er sich nach einen anderen Studiengang schweren Herzens umgesehen und sich in dieser Stadt direkt wieder in einem Studio angemeldet. Dies war aber nichts und er hat sein Studium abgebrochen und ist wieder nach Hause gezogen. Eine Kündigung wegen Umzug hat man hier nicht akzeptiert. Nein er soll 120 km fahren (er besitzt gar kein Auto). Hallo was ist in Eurer Branche los??????????????

    1. Hallo G! Genau meine Rede. Deshalb ist das auch nicht mehr MEINE Branche. Ich distanziere mich von Fitness-Studios entschieden. Was mich wundert, wenn ihr vor Gericht gezogen seid und Recht bekommen habt, habt ihr doch einen Titel. Setzt den doch durch und lasst das Studio einfach pfänden. Wenn sowas aktenkundig wird, kriegen die nie mehr irgendwo Kredit oder ein Leasing. Und genauso gehört denen das. Die Kündigung wegen Umzug ist so eine Sache, normalerweise geht das, da würde ich im Zweifel auch einen Anwalt zu Rate ziehen.
      Tut mir nur insgesamt leid für die vertane Zeit, aber Erfahrungen nützen im Leben auch immer was, wenn das auch ein schwacher Trost ist.
      Grüße!
      Peer

  8. Hallo
    ich bin auf der Suche nach einem guten Club in meiner näheren Umgebung, denn aus Erfahrung weiß ich, wenn es weiter weg ist, geht Frau nicht. Es gibt auch einige Clubs, ABER….. wo es eigentlich günstig ist, 19,90 Euro schlagen die doch echt eine „Betriebskostenpauschale“ entweder vierteljährlich von 9,90 Euro oder halbjährlich für 19,90 Euro . Meines Erachtens totale Abzocke. Es werden natürlich keine Betriebskostenabrechnungen offen dargelegt – meines Erachtens dürfen nur Mieter so etwas zahlen und sollte nicht auf die Mitglieder eines Clubs umgewälzt werden.
    Ein anderer Club erlaubt zwar eigene Getränke, aber nur in der Umkleide, da es ja eine Getränkeflat von 2 Euro in der Woche gibt – das macht im Jahr nochmals extra 104 Euro pro Mitglied für den Besitzer. Wenn ich also am Laufband meine 10 km laufe, muss ich immer in die Umkleide um mein Getränk zu mir zu nehmen – kann doch auch nicht richtig sein – oder ??

    1. Meines Wissens kann man niemandem verbieten, eigene Getränke während des Trainings zu trinken, vor allem im Cardio-Bereich. Das ist ein Fitness-Studio, keine Kneipe, wo es einen Verzehrzwang geben kann. Ich würde kündigen. Sorry für die späte Antwort, normalerweise antworte ich immer unmittelbar.

  9. Ich hatte es heute auch mit einem besonders erfindungsreichen Studio zu tun:

    Wöchentliche Gebühr von 12,90 Euro
    Starterpaket (Vertragsabschluss, Körpermessung, Plan) 169,00 Euro
    Vierteljährliche (!) Servicepauschale 24,- Euro
    Jährliche Kartengebühr 24,- Euro

    Also die vierteljährliche Pauschale in dieser Höhe und dazu noch die jährliche Kartengebühr schießen doch echt den Vogel an, oder?! Aber Hauptsache, es wird einem ein Monatsbeitrag von 50 Euro vorgerechnet – ohne das Startpaket sind es schlichtweg 65 Euro!

    1. Absolut lächerlich aber durchaus üblich. Man sollte mal fragen für welchen Service die vierteljährlichen Zahlungen stehen und ob man diesen auch abwählen kann. Und warum immer noch Gebühren für einen Vertragsabschluss verlangt werden, der doch im Interesse des Studios liegt… Und dann so ein Betrag. Fitness-Ganoven in Bestform. Ich sage immer wieder: alles Verbrecher. 😉 Danke für deinen Beitrag und schöne Grüße aus Karlsruhe.

  10. Hallo ich hätte da auch mal eine Frage 🙂
    Und zwar werde ich in etwa einem Monat (wenn alles klappt) mein Abitur in Händen halten. Ich habe auch schon einen Arbeitsvertrag mit einem Fitnessstudio für ein duales Studium als Fitnessökonom.
    Das lustige ist, dass man mir bei der gestrigen Eröffnung mitteilte man wäre froh, wenn ich so bald wie möglich doch anfangen würde bei Ihnen mit zu helfen (damit ich praktisch schon etwas Erfahrung sammeln könnte… von einer Bezahlung oder ähnlichem war keineswegs die Rede…) Ich bin der Sache noch etwas misstrauisch gegenüber alleine schon, weil ich nicht weiß ob ich in dieser Zeit überhaupt versichert wäre, da ich regulär erst ab dem 1.04 beginne. Schon damals bei dem Bewerbungsgespräch bot man mir bezahlte Praktikas für unter der Woche bzw am Wochenende an. Naja als Abiturientin stehe ich auch bis zur letzten Woche noch unter enormen Stress und Leistungsdruck (auch was Tests und Co angeht)… Etwas das mich stört ist das man mir am Anfang den Eindruck vermittelte, dass man mich mit der Eröffnung schon in das Team integrieren möchte… Mittlerweile geht man nicht mal mehr auf meine Nachfrage per Email ein (obwohl sie wieder auf mich zukommen wollten) und wenn ich fragen habe, egal ob ganz allgemein oder ob ich über Studieninhalte informiert werden könnte… Wer mein Ausbilder sein wird… Werde ich von einer mir unbekannten Person zur nächsten abgeschoben ohne eine Antwort zu bekommen… Dann kam der größte Witz… Noch bin ich bis zum 1.04 bei einem anderen Fitnessstudio angemeldet (war vor einem Jahr das einzig mögliche). Habe dort dann aber meine Kündigung abgegeben (sollte 2 Wochen vor Ende eingereicht werden aber ich war lieber früher dran). Dann wurde mir in dem Fitnessstudio in dem ich arbeiten werde auf Anfrage ob ich dort trainieren dürfte gesagt, dass ich das nicht darf und woanders trainieren soll, da ein privates Training dort nicht möglich wäre aber das würde in meinem Arbeitsvertrag stehen… Tut es nicht! Für mich ist das ein Schlag ins Gesicht… Ich verdiene nicht einmal 400€ soll davon Steuern und Versicherung zahlen und dann noch in ein anderes Fitnessstudio gehen >:O
    Ich hoffe sie können mir helfen 🙂
    Mfg

    1. Hallo Selina,

      es tut mir leid, das zu lesen, und meine Antwort wird Dir auch nicht gefallen. Kurz zu den vielen kleinen Punkten:

      1. im Moment machst Du Abitur. Das hat für Dich oberste Priorität. Es ist unseriös von einem zukünftigen Ausbildungsunternehmen, jetzt schon zu erwarten, dass Du mit arbeitest und damit Deine Schule und Deinen Abschluss vernachlässigst. Erfahrung sollst Du während der Ausbildung sammeln, nicht vorher. Das ist der Job eines ausbildenden Unternehmens. Mir kommt es so vor, als möchte das Studio gerne eine billige Arbeitskraft haben und nutzt Dein Abhängigkeitsverhältnis (Du willst ja ausgebildet werden) unseriöserweise aus. Falls Du das machen willst, kläre vorher die Vergütung ab. Kostenloses Arbeiten ist illegal. Ich weiß, dass das in der Branche gern mal gemacht wird (Probearbeit), aber meiner Erfahrung nach sind ja auch 99% aller Fitness-Studio-Betreiber Kleinkriminelle oder einfach saudumm und kennen die Regeln und Gesetze nicht. Für vorheriges Arbeiten ist natürlich ein Vertrag notwendig, in dem auch versicherungstechnische Fragen etc. geklärt werden. Dieser kann theoretisch zwar auch mündlich gemacht werden, aber auf so etwas würde ich mich nicht einlassen; nachher gibt´s das Geld – wenn überhaupt – auch noch bar aus der Kasse, damit stehen beide Seiten wegen Schwarzarbeit mit einem Bein im Knast…

      2. Wer ist Ausbildungsinstitut für die Theoriephasen? Wahrscheinlich ein privates Institut oder (noch schlimmer) eine Fernschule. Beides ist meiner Meinung nach keine Basis für einen ernsthaften beruflichen Werdegang. Die (Hoch-)schule sollte staatlich sein. Gehe lieber Sport studieren oder BWL an einer Uni oder FH, und spezialisiere Dich dann in die gewünschte Richtung. Das sind echte Studiengänge. Alles was man in Fitness-Studios in Verbindung mit irgendwelchen privaten „Ausbildungsinstituten“ macht, ist meines Wissens nicht wirklich staatlich anerkannt (das Durchführen des Fernlehrgangs zwar schon, und damit wird gern geworben, aber die Ausbildung selbst ist meistens keine staatlich anerkannte), und schon gar nicht gleichwertig mit einem echten Studium.

      3. Du solltest offene Fragen mit einem Ansprechpartner für Auszubildende/Studierende im Studio klären. Mail ist hier nicht das richtige Medium. Rufe an oder gehe hin! Und sei freundlich, höflich, aber bestimmt. Wer ausbildet, muss auch einen Ansprechpartner für Auszubildende haben.

      4. Ob Du in Deinem Ausbildungsbetrieb trainieren kannst, ist natürlich nicht rechtlich geregelt, da Ausbildung und private Nutzung der Anlagen zwei paar Schuhe sind, das können sie Dir gestatten, müssen es aber nicht. Ich persönlich halte es für sinnvoll, wenn die Mitarbeiter eines Studios als Vorbilder auch dort trainieren. Wie sieht das denn aus, wenn ich bei A arbeite und bei B trainiere? Ist A vielleicht nicht gut genug? Das bekommen die Kunden ja auch mit. Dieses Verhalten halte ich daher für unseriös, oder einfach für blöd. Die Leute dort sind wohl ziemliche Trottel…

      5. Das Gehalt in der Ausbildung zum Fitnessökonom liegt laut Google-Suche zwischen 450 und 750 Euro im ersten Jahr. „Nicht mal 400“ kann ja eigentlich gar nicht sein (Steuern bezahlt man übrigens bei einem Gehalt dieser Höhe keine, was die Sozialversicherung (Kranken-/Renten-/Arbeitslosenversicherung angeht weiß ich gerade nicht 100% bescheid, aber natürlich musst Du versichert sein). Wenn Du jetzt noch die Studiengebühren selbst zahlen sollst, lach ich mich tot, so traurig es ist.

      Mein Fazit:
      Wenn das alles so ist wie Du schreibst, bist Du einem Studio auf den Leim gegangen, das eine billige Arbeitskraft sucht, Dich minderwertig ausbildet und das nicht an Dir und Deiner Zukunft interessiert ist. Ich persönlich finde diese „Studiengänge“ Fitnessökonom etc. sowieso sehr zweifelhaft, und kein vernünftiges Unternehmen außerhalb der Branche wird so jemanden aufgrund dieses „Studiums“ wenn man es mal so nennen will, anstellen. Ich bin nicht 100% laufend, was diese Ausbildungen angeht, und lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber Du hast mich gefragt, und Du bekommst meine Meinung 😉 Gerne kannst Du mich unter meiner Mailadresse info@one2one-training.de direkt kontaktieren und gerne können wir zu diesem recht komplexen Thema auch mal telefonieren. Es bleibt am Ende mein Rat: suche Dir einen seriösen Beruf, mache ein staatlich anerkanntes duales Studium in Richtung BWL bei einem Unternehmen außerhalb der Fitnessbranche oder gehe an eine Uni/FH studieren. Den Schwenk in die Fitness-Branche kannst Du dann immer noch machen.

      Schöne Grüße aus Karlsruhe,
      Peer

  11. hi – meine frage
    ich bin seit eingen jahren in einem studio – der aufzug hat nochnie funktioniert – die kurse nur wenn mehr als 5 personen daran teilnehmen – in dem es in letzter zeit mit der heizung bzw klima im sommer nicht mehr so klappt – um es anders auszudrücken im winter a…kalt (co 15 g) im sommer brütendheiß (studio unterm dach) die sitzräder wurden umgestellt und stehen jetzt im eingangsbereich wo es zieht und kalt ist- ich habe vor einigen wochen eine nierenentzündung gehabt und darf auf anraten meines docs nicht in zugigen oder zu kalten bereichen sein – habe icheine möglichkeit über eine sonderkündigung aus dem vertrag rauszukommen? danke im vorraus und LG conny

    1. Hallo Conny,
      danke für die Anfrage, ich kenne die Regeln nicht, wie kalt oder warm es mindestens oder höchstens sein darf. Sollte das Studio anfangs aber einwandfrei klimatisiert gewesen sein und auch anders beheizt, solltest Du schriftlich verlangen, dass dieser Zustand unverzüglich, spätestens in 2 Wochen, wieder hergestellt wird, da Dir ansonsten ein Sonderkündigungsrecht zusteht. Zugluft geht meines Erachtens in einem Fitness-Studio gar nicht. Ich kenne die Regelung für Büros, da darfst Du praktisch keinen Zug spüren, und wo geschwitzt wird wohl genausowenig. Bedenke bitte, dass ich kein Jurist bin, und das daher nur meine Meinung ist, und keine Rechtsberatung. Auch kenne ich die Umstände in Deinem Studio vorher und jetzt nicht, und kann das nicht wirklich beurteilen. Manchmal hilft aber auch ein nüchtern aber freundlich geführtes Gespräch mit der Studioleitung. Wenn das nicht hilft, dann vielleicht ein Gespräch mit Deinem Arzt. Sofern er Dir attestiert, dass Du keinen Sport treiben darfst, auf unbestimmte Zeit, bist Du raus. Warum geht das Studio nichts an. Dieser Trick sollte natürlich nicht missbraucht werden, aber wenn die Verhältnisse in dem Studio unzumutbar sind und sie nicht mit sich reden lassen, halte ich das für angemessen und legitim.
      Viele Grüße,
      Peer

      1. danke für die Antwort. ich vergaß zu erwähnen das das studio mit „vollklimatidiert“ aussen am studiowirbt. war ja mal und im fleyer haben sie das jetzt entfernt ich werde morgen mal nachbohren. lg conny

  12. hallo, ich würde gerne wissen, ob es gesetzliche Regelungen zu Krankschreibungen im Studio gibt? ich habe zB mehrere Attests vorgelegt, da ich wegen einer ernstznehmenden Erkrankung 3 Monate nicht trainieren konnte. Ist das Studio verpflichtet diese Zeit zurück zu erstatten, sie wollen das nicht.

    1. Erstmal sorry für die späte Antwort. Ich kann hier keine Rechtsberatung vornehmen, allerdings ist es definitiv so, dass man sich für die Zeit einer ärztlich attestierten Trainings-Unfähigkeit befreien lassen kann, also auch von den Beiträgen. Ob das Studio dann die Zeit an die Vertragslaufzeit hinten anhängt oder einfach so verstreichen lässt, ist wohl Verhandlungssache. Wenn ich Deinen Fall richtig verstehe, möchtest Du jetzt im Nachhinein für die Zeit, in der Du nicht trainiert hast, eine Gutschrift. Da bin ich ausnahmsweise auf Seite des Studios. Das hättest Du vorher anmelden und nachweisen müssen, im Nachgang wirst Du wahrscheinlich keine Aussicht auf Erfolg haben. Hast Du diese Atteste aber im Vorfeld vorgelegt und sie wollten einfach die Mitgliedschaft nicht aussetzen, sieht es anders aus. Was bleibt ist die anwaltliche Beratung bzw. Beauftragung, die Dich im Zweifel aber teurer kommt, als die 3 Monatsbeiträge, wie ich schätze. So blöd das klingt…

  13. Hallo,

    ich hoffe, dass man mir bei meinem Problem helfen kann. Idealerweise möchte ich dieses als theoretischen Fall darstellen:

    Eine Person A schließt einen Vertrag mit einem Fitnesszenter B. Die Vertragsdauer beläuft sich auf 1 Jahr und wird automatisch um 1 weiteres Jahr verlängert, sollte die Person A nicht fristgerecht kündigen.

    Diese Person A erhält einen vorläufigen Mitgliedsausweis, jedoch niemals einen endgültigen Ausweis.

    Aufgrund von persönlichen Umständen (psychisch und physisch), hat die Person A niemals das Fitnesszenter B besucht und möchte aus einem wichtigen Grund, nach Ablauf des 1 Jahres kündigen.

    Die Kündigung wird eingereicht, das Fitnesszenter B fordert keine weiteren Unterlagen an (z.B. die Vorlage eines Attestes) und setzt die Frist auf +1 Jahr bzw. bestätigt die Kündigung erst nach Ablauf eines weiteren Jahres.

    Die Person A hat insgesamt die Gebühren für 2 Jahre bezahlt, das Fitnesszenter jedoch kein einziges Mal besucht und auch nach wie vor keinen vollwertigen Ausweis erhalten.

    Letztendlich hat die Person A für eine Dienstleistung gezahlt welche zu 0,00% in Anspruch genommen wurde.

    Kann die Person A die Gebühren aufgrund der Nichtnutzung des Vertrages zurück verlangen und falls ja, auf welchen § müsste sich diese Person A beziehen?

    Besten Dank für jede Antwort.

    1. Hallo! Ich bin nur Trainer, kein Anwalt, aber für mich ist folgendes klar: ob du einen Ausweis hast oder nicht spielt für den Vertrag keine Rolle, das ist nur Nebensache. Außerdem erbringt das Studio keine Leistung in dem Sinne, wofür jemand, der wenig oder gar nicht kommt dann eine Erstattung verlangen könnte. Wer einen Vertrag schließt und dann nicht trainieren geht hat im Grunde selbst schuld, sonst würden in einem normalen Studio rund die Hälfte aller Beiträge erstattungsfähig sein, das geht natürlich nicht. Wenn allerdings tatsächlich gesundheitliche Gründe dem Training entgegenstehen, kann man sich mit entsprechendem Attest vom Arzt langfristig sportunfähig erklären lassen und dann muss das Studio dich auch aus dem Vertrag entlassen. Bekommst du kein Attest, wirst du das weitere Jahr bezahlen müssen.
      Grüße,
      Peer

  14. Hallo,
    ich habe mal eine Frage bezüglich meiner Getränkeflatrate, vielleicht kann sie ja hier beantwortet werden…
    Ich habe in einem Fittnessstudio eine 2jährige Getränkeflatrate abgeschlossen, meine Frage lautet, ab wann gehen die Getränke die ich dadurch beziehe in meinen persönlichen Besitz über, sprich ab wann kann ich damit tun und lassen was immer ich möchte?
    Konkretes Beispiel, ich fülle mir Wasser in meinen Getränkebehälter ab und gebe anschließend meiner Freundin etwas davon, darf ich das oder verstoße ich damit gegen geltendes Recht?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

    Mit sportlichen Grüßen

    1. Hallo! Hier muss ich mich ausnahmsweise mal auf die Seite des Studiobetreibers schlagen. Es ist schon sehr spitzfindig zu denken, dass die Getränke, die Du via Flatrate erhalten kannst, in Dein Eigentum zur freien Verwendung übergehen (besitzen tust Du sie ja ab Füllung Deiner Flasche sowieso). Ich denke, es ist Sinn so einer Flatrate, dass derjenige, der diese Leistung bezahlt, diese Getränke während des Trainings zu sich nimmt. Du kannst sie nicht verkaufen, verschenken oder für zuhause abfüllen. Letzteres wird gern gemacht, um auf dem Heimweg noch etwas zu trinken zu haben, und die meisten Studios sagen da nichts, aber das abgefüllte Getränk anderen zur Verfügung stellen geht natürlich genausowenig wie Du beim All-You-Can-Eat Dinner im Restaurant einmal zahlst und dann für Deine 5 Freunde im Schlepptau Teller richtest. Wer es nutzt zahlt, fertig. Andernfalls würde ja immer nur einer so eine Leistung buchen und seine Freunde / Freundinnen mit versorgen. Das geht natürlich nicht, es ist der „Eigenbedarf“, der hier gedeckt wird, und für den bezahlt man, andere Nutzungen sind ausgeschlossen. Wenn Du nach Paragraphen hierzu suchst, wirst Du wohl keine finden, das sind Dinge wie sie dem gesunden Menschenverstand entspringen, speziell für das Thema „All you can Eat“ gibt es aber entsprechende Urteile. Das ist meines Erachtens voll auf so eine Getränkeflatrate zu übertragen und somit eindeutig.

      PS: es ist Deiner Freundin aber nicht verboten, ein eigenes Getränk, sofern es in ein „genehmigtes“ Gefäß abgefüllt wird (Glas ist z.B. zu recht meist verboten), mitzubringen. Es wird also niemand gezwungen, eine Flatrate abzuschließen. Trinken kann sie trotzdem, muss sich nur selbst darum kümmern. Und wenn es sich um eine Ausnahme handelt (Flasche heute vergessen), wird sich wohl auch kein vernünftiges Studio krummlegen, wenn Du ihr mal was gibst. Wegen so einer Kleinigkeit sollte man sich nicht mit zahlenden Mitgliedern anlegen, die ansonsten keinen Ärger machen, aber es gibt alles…

      Viele Grüße,
      Peer

  15. Hallo Peer,

    klasse Beitrag, vielen Dank dafür.

    Ich trainiere nach einem schmerzhaften Vorfall im Schulterbereich nun (nach einem halben Jahr Physiotherapie) in einem örtlichen, kleinen Fitnessstudio.

    Alles sehr nett, sehr familiäre Atmosphäre. Es ist halt „klein“, aber durch das Angebot eines Zirkeltraining (Milon) kann ich für mich in 1,5 bis 2 Stunden genau das richtige Training für mich realisieren.

    Nun haben sie ein neues Gerät angeschaft. Irgend so ein „Rüttelding“ (Wackelplatte und so Zurrgurte, an denen man sich festhalten kann). Nun wird aktiv jedes Mitglied darauf angelernt und anschließend direkt ein neuer 2 Jahres Vertrag offeriert, wenn man denn das neue Gerät auch nutzen möchte.

    Die Vertragsbedingungen vorher:

    – 2-Jahres-Vertrag
    – 14,99 Euro / Woche (in den ersten 2 Jahren hier drauf 2 Euro Rabatt / Woche)
    – Trainer-Pauschale: 49,90 Euro alle 26 Wochen
    – Fitness-Startpaket: 59,90 Euro (einmalig zu Beginn, dafür Entfall einer Trainer-Pauschale)
    – verlängert sich automatisch um 52 Wochen nach Ablauf, dann zzgl. 0,50 Euro pro Woche lt. AGB und eben auch Entfall des 2 Euro Rabatts nach 2 Jahren, also zzgl. 2 Euro pro Woche

    Das erstmal am Anfang zu begreifen hat für mich, der ich ungern solche komplizierten Geschichten unterschreibe, ein wenig gedauert und die Geduld des Trainers sehr strapaziert 🙂

    Jetzt aber das neue Modell:

    – 2-Jahres-Vertrag
    – 14,99 Euro / Woche (der zuvorige Rabatt von 2 Euro / Woche ist hier im neuen Vertrag nur noch bis November des aktuellen Vertrages vorgesehen, danach entfällt dieser bereits)
    – Trainer-Pauschale: 49,90 Euro alle 26 Wochen
    – Fitness-Startpaket: brauchts ja nicht mehr neu, aber die Trainer-Pauschale bleibt natürlich…
    – verlängert sich automatisch um 52 Wochen nach Ablauf
    – ganz neu und erfindungsreich ist folgende Regelung statt der vorherigen „+ 0,50 Euro pro Woche nach Vertragsende“: alle 3 Monate ab Vertragsbeginn kommen pro Woche nun 0,21 Euro zu dem Wochenbeitrag dazu (und das immer weiter und weiter…)

    Ich habe überwiegend ältere Menschen, die zu meinen Zeiten dort trainieren und kriege mit, wieso diese reihenweise unterschreiben. Auf meine heutige Nachfrage bei zwei Damen sagten mir diese: „Ach, sind doch nur 21 Cent!“

    Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht und alles genau für die ersten vier Jahre auszurechnen. Erschreckend! Im direkten Vergleich vom aktuellen zum neuen Vertrag ist die Differenz im jeweils 1. Jahr relativ gering. Aber im zweiten Jahr sind es bereit über 100 Euro mehr. Und durch die geschickte „nur 21 Cent“-Geschichte wird das von Jahr zu Jahr immer mehr.

    Ich bin seit dem neuen Gerät und dem Beginn der Einzelgespräche im Studio sehr frustiert und sauer. Ich empfinde dies als Abzocke, mit der bewusst die tatsächliche Kostenentwicklung versucht wird zu verschleiern.

    Ich überlege nun, ob ich kündige (ich habe mir damals in meinen 2-Jahres-Vertrag ein Sonderkündigungsrecht nach einem Jahr rausverhandelt), rein aus Prinzip. Vermutlich werde ich aber kurzfristig einfach mal ein Gespräch mit der Studioleitung suchen und schauen, wie sie mit offenen Worten und Kritik umgehen können.

    Schade, dass es nicht möglich ist, unter erwachsenen Menschen einfach klare Zahlen zu nennen, bspw. „Bei uns machste einen 2-Jahres-Vertrag und zahlst jeden Monat 60 Euro.“ – nein, da muss getrickst werden, um auch den letzten Dummkopf noch in eine für nicht wahrnehmbare Kostenfalle zu locken…

    1. Hallo Frank,
      danke für Deinen Beitrag! Dynamisierung von Beiträgen gibt es leider immer wieder. Es ist zwar legitim und wird gerne mit Kostensteigerungen begründet, aber sind wir ehrlich: wenn ich wirklich lange in einem Studio trainiere, verursache ich immer weniger Kosten. Ein Stammkunde braucht (wenn er das überhaupt mal gebraucht hat) keinen Trainer mehr etc.); diese paar Cent pro Woche würde ich mir als Studiobetreiber sparen und die Stammkunden lieber damit belohnen, dass es eben NICHT teurer wird. Manchmal haben Studios glaube ich einfach Spaß daran, undurchsichtige Kostenmodelle aufzustellen.
      „Trainerpauschale“, wenn ich das schon höre … der Trainer, der pauschal 50 Euro im Halbjahr kostet ist ganz sicher nichts wert. Die müsste wesentlich teurer sein, wenn sie was taugt (Du erkennst den Sarkasmus). Entweder kalkuliere ich die Gehälter meiner Trainer in meinen Monatsbeitrag ein oder ich verlange individuell Geld für eine Trainerstunde, sobald die Ersteinweisung erledigt ist. Dieses Modell halte ich für fair. Wer keinen Trainer braucht, bezahlt keinen. Fertig. Das Geld fließt ja sowieso nicht den Trainern zu…
      Zu den „Rütteldingern“ … lass da mal sowieso lieber die Finger von. Leider werden irgendwelche neuen Geräte oft missbraucht, neue Verträge abzuschließen. Ich stehe da auf folgendem Standpunkt: in meinem Vertrag steht, dass ich das Studio nutzen kann. Wird ein neues Gerät angeschafft, kann ich das nutzen. Fertig. Ausnahme sind Geräte, die pro Nutzung kosten wie z.B. Massageliegen oder Solarien.
      Schlussendlich stimme ich Deinem Fazit zu: einfach einen fairen, ordentlich kalkulierten Monatsbeitrag ausweisen und gut ist. Schon würde sich niemand mehr über die Vertragsmodalitäten von Fitnessstudios beschweren, aber leider braucht es zum Betreiben eines Studios nichtmal einen Sonderschulabschluss, und viel höher scheint mir die Denkfähigkeit mancher Betreiber auch nicht zu sein. Sorry für die Deutlichkeit (und nichts gegen Sonderschüler)… aber allzu gerne lassen sich Kunden auch damit einlullen. 15/Woche und alle 6 Monate 100 hört sich einfach viel billiger an als 81,67 im Monat, ist aber dasselbe.

  16. Hallo also ich habe meinen Vertrag zum 1.1.2016 fristgerecht gekündigt.Meine letzte Gebühr war Monatsgebuehr , abmelden sowie Trainerpauschale zusammen waren das 80 EU .Jetzt bekomme ich Post der Ausweis wäre noch nicht zurück und muss jetzt 50 EU nochmals zahlen.was ich auch nicht wusste.vorher keine Aufforderung zum abgeben.Auf der Kündigung wurde vermerkt Mitgliedsausweis wurde noch nicht abgegeben.Darf er das????

    1. Wofür stehen die 50 Euro? Soll das ein weiterer Monatsbeitrag sein? Den darf das Studio natürlich nicht verlangen. Der Vertrag ist durch Kündigung beendet. Ob Du noch eine Zutrittskarte hast oder nicht, spielt dabei keine Rolle, die kann ja deaktiviert werden. Aber natürlich kann das Studio verlangen, dass Du diese Karte zurückgibst. Solltest Du dafür einmal bezahlt haben, solltest Du aber den Preis dafür im Gegenzug zurückverlangen, ansonsten gehört die Karte meiner Meinung nach Dir. Und 50 Euro für eine Karte sind natürlich sowieso Schwachsinn, diese Zutrittskarten sind Cent-Artikel im Einkauf und einfach einen Betrag dafür berechnen, weil Du sie nicht abgegeben hast, ohne sie vorher einmal anzufordern geht auch absolut nicht. Haha, völlig lächerlich, sorry, wenn ich das so sage…
      Was ich aus Deiner Nachricht nicht ganz verstehe, was meinst Du mit „abmelden“? Hat das Abmelden nochmal was gekostet? Das ist auf jeden Fall rechtswidrig. Die Kündigung eines Vertrages darf nichts kosten. Was Du auf jeden Fall tun solltest, ist der Zahlungsaufforderung schriftlich zu widersprechen, sicherheitshalber per Einschreiben, da der Vertrag gekündigt ist. Ggf. schickst Du die Karte einfach mit, kuvertiere das Ganze unter Zeugen ein oder gib sie einfach ab und lasse Dir den Empfang schriftlich bestätigen.
      Hinweis wie immer: bin kein Anwalt und das ist keine Rechtsberatung.
      PS: da sieht man mal wieder, was Fitness-Studios für kleine Gangster sind, wenn man sie einfach machen lässt. Unglaublich.

  17. Hallo also die 30 EU sind eine Abmeldegebühr gewesen.Die 50 EU sind für die späte Abgabe der Karte da Missbrauch mit der Karte betrieben werden kann und es ein aufwendiges ID verfahren ist das auch so aufwendig gelöscht werden muß extra von einer Software Firma.Frag mich für was dann noch die Abmeldungsgebuehr war . Die letzte Abbuchung war im Dezember.und jetzt bekomme ich diese schreiben.In der Kündigungs bestätigung hat nur gestanden Ausweis noch nicht abgegeben und das war meine Kündigung und es wurde nur darunter geschrieben.Die Karte hab ich ja letzte Woche abgegeben.Heute kam nun ein Schreiben das sie mir kulanzhalber 15 EU gutschreiben da die Karte doch noch abgeben habe.

    1. Ich kann mich nur wiederholen: Eine „Abmeldegebühr“ bist Du definitiv nicht schuldig, wenn ein Vertrag fristgemäß gekündigt und damit beendet wird. Die würde ich zuerst einmal zurück verlangen und wenn Du rechtschutzversichert bist auch direkt zu einem Anwalt gehen, wenn sie das nicht tun. Das ist wirklich schon kriminelles Geschäftsgebaren.
      Und wenn die eine Softwarefirma brauchen, um eine Kundenkarte zu sperren, ist das nicht Dein Problem. Jeder Vollidiot kann das mit den gängigen Zutrittssystemen eines Fitnessstudios machen, und wenn sie eines auswählen, das sie nicht bedienen können, bist Du nicht Schuld daran. An der Karte hängt eine ID unter der werden Deinen Kundendaten verwaltet, da kann man durch einen Klick hinterlegen, dass der Vertrag beendet ist und schon kann sie niemand mehr missbrauchen. Ich glaube, die wollen Dich verarschen. Sorry, wenn ich das so deutlich sage.
      Die Art und Weise des Zutrittsystems ist sowieso nicht extra durch die Mitglieder zu bezahlen, das ist einzig eine Entscheidung und damit Verantwortung des Betreibers. Es ist bereits eine Unverschämtheiut überhaupt etwas für Zutrittskarten zu verlangen und hält einer gerichtlichen Prüfung regelmäßig nicht stand. Lediglich einen Verlustersatz muss das Mitglied im Zweifel leisten. Aber die Karte ist ja nicht verlustig.
      Worauf schreiben sie Dir jetzt 15 Euro gut? Auf die Forderung i.H.v. 50? Oder auf was? Du bist nichts schuldig, im Gegenteil. An Deiner Stelle würde ich dort mal sehr deutlich meine Meinung sagen und auch androhen, einen Rechtsfall daraus zu machen. Ich empfinde das als Unverschämtheit dieses Studios. Kannst ihnen auch gerne meine Antwort hier verlinken und meine Telefonnummer geben, denen würde ich gerne mal den Marsch blasen.
      Viele Grüße,
      Peer

  18. Ja genau die Buchen es ja vom Konto ab.Die hatten ja ne Erlaubnis dafür.und die 50 eu haben sie wahrscheinlich schon veranlasst abziehen und somit bekomme ich wieder 15 zurück haha. Kulanzhalber nicht zu vergessen .Und wenn ich die Kündigung zur Bank schicke dürfen die ja auch nichts mehr abbuchen.Was kann dann passieren wenn ich das zurück buchen lasse. Bekomme ich ne Anzeige… Danke

    1. Also streng genommen haben die eine Ermächtigung von Dir, die Mitgliedsbeiträge von Deinem Konto abzubuchen, mehr nicht, und diese Ermächtigung kannst Du jederzeit widerrufen, und nach Vertragsende gilt sie natürlich als widerrufen. Für irgendetwas darüber hinaus haben sie keine Erlaubnis, hier haben sie sich also schon rechtswidrig verhalten, indem sie Dir einfach mal pauschal 50 Euro für eine nicht abgegebene Karte abgebucht haben und widerrechtlich auf Dein Konto zugegriffen haben. Einer unerlaubten Abbuchung kannst Du bei Deiner Bank immer widersprechen, Du musst hierzu auch keine Kündigungsbestätigung vorlegen und Deine Hausbank muss das auch nicht prüfen. Aber Achtung, für das Studio könnten hierdurch Kosten bei dessen Bank anfallen. Es ist daher immer besser, zuerst die Rückerstattung mit Fristsetzung von ca. 1 Woche (Datum angeben) zu fordern. Wenn das Geld bis dahin nicht zurück ist, einfach rückbelasten lassen.
      Anzeigen kann Dich natürlich keiner, wenn Du einen Einzugsbetrag rückbelasten lässt. Was natürlich passieren kann, dass sich die Fronten vehärten und das Studio auf Konfrontation geht, das heißt sie fordern den Betrag ggf. zuzüglich der ihnen entstandenen Kosten wieder ein. Ggf. irgendwann mit Mahnbescheid, dem Du dann gerichtlich widersprechen musst etc. etc.; es wäre also immer besser, so etwas im Gespräch beizulegen.
      Aber ganz ehrlich, mich ärgern diese Machenschaften immer dermaßen, dass mir das egal wäre, ich würde das rückbelasten lassen, kurz was dazu schreiben, dass das unberechtigt war, Du keine Zahlung schuldig bist und dieser widersprichst, dass auch die Abmeldegebühr unberechtigt war und Du diese zurückfordest, und sollte das Geld nicht bis 29.07 auf Deinem Konto sein, schaltest Du einen Rechtsanwalt ein. unter Zeugen eintüten und per Einschreiben hinschicken oder am besten noch mit einem Zeugen gemeinsam persönlich abgeben. Das wäre MEINE Vorgehensweise. Du musst allerdings selbst wissen, was Du tust.
      Würe mich jedenfalls interessieren, wie das ausgeht…

  19. Hallo,
    es gibt ein Studio das eine jährliche servicepauschale in Höhe von 50€ verlangt aber eine „offene“ Mitgliedschaft anbietet, man sich also nicht bindend für 1 oder 2 Jahre im Studio anmelden muss, sondern jederzeit kündigen kann. Ich habe vor mich für ein halbes Jahr in diesem Studio anzumelden und so doof es klingt, auch gleich meine Kündigung einzureichen, sodass ich nach 6 Monaten raus bin (aus persönlichen Gründen). Jetzt sagt mir das Studio aber, ich muss trotzdem die jährliche Servicepauschale in voller Höhe zahlen. Ist das legitim?
    Zu den offen genannten Beträgen wie Mitgliedschaft 16,90€ alle 2 Wochen
    Anmeldegebühr 49€
    Jährliche Servicepauschale nornal 49€ / „offene Mitgliefschaft“ 79€
    Steht in den AGBs, dass in den ersten 14Tagen eine anteilige Gebühr in Höhe von 1,17€ pro Tag bis zum ersten Abbuchungstag des ersten Mitgliedsbeitrags gezahlt werden muss. Ich verstehe das so,dass zusätzlich knapp 16 oder 17€ verlangt werden. Auf Anfrage per Email habe ich die Antwort bekommen, ich solle mich bei der Mitgliederverwaltung melden.

    Kann ich darauf bestehen nur die Hälfte der jährlichen Servicepauschale zu zahlen, oder ist das so schon rechtens

    1. Ganz ehrlich, ich würde deswegen kein Fass aufmachen. Versuche zu verhandeln. Wenn sie nicht wollen und es dir die Mitgliedschaft trotzdem Wert ist, zahle eben. Grundsätzlich haben wir Vertragsfreiheit und wenn dir die Kosten vorher bekannt sind, kannst du entscheiden, ob du es machst oder nicht bzw verhandeln. Ob das rechtens ist… keine Ahnung, das weißt du wenn du im Nachhinein klagst.

  20. Hallo Peer

    ich habe meine Mitgliedskarte verloren und soll jetzt 19,90€ für eine neue bezahlen. Ich habe den Mitarbeiter darauf hingewiesen dass diese Gebühren nicht erhoben werden dürfen worauf hin dieser nur mit der Schulter zuckte und meinte ,,so wird das hier immer gemacht“ und mir recht deutlich zu verstehen gab dass ich wenn ich etwas erreichen wolle das Studio verklagen solle… Ich finde es schlimm wie versucht wird Studenten den letzten Cent aus der Tasche zu ziehen.

    1. Soweit ich informiert bin ist es tatsächlich so, dass wenn Du den Verlust verschuldest (und im Fall des Verlierens bist Du Schuld) zu Ersatz verpflichtet bist. Nur wenn die Karte wegen Altersschwäche langsam kaputt geht oder aus unerfindlichen Gründen nicht mehr funktioniert, ist das Sache des Studios, da es Dich nichts angeht, ob und wie das Zutrittssystem funktioniert. Du hast also den Verlust einer Zutrittskarte verschuldet und musst den Ersatz bezahlen. Das ist alles ok so weit. 19,90 ist allerdings eine Frechheit. So eine Karte ist ein Artikel für 2-3 Euro. In meinem Studio wären dafür 10 Euro fällig, das ist gerade noch so akzeptabel, da ja auch ein Aufwand für die Umstellung etc. entsteht. Klagen nutzt bei diesem Streitwert natürlich nichts. Du könntest ja mal sagen, kein Problem, es werden ja weiter Beiträge abgebucht, also kannst Du trainieren, gehst Du eben ohne Karte rein. Ist etwas frech, aber vielleicht halbieren sie dann die Kosten, oder machen Dir so eine neue.

      Grüße,
      Peer

      1. Vielen dank für die Antwort! Zu beginn musste ich mir schon eine Karte kaufen (Kosten in Aufnahmegebühr versteckt), ist das rechtlich in Ordnung?

        lg Manu

  21. Hi,
    Mein „altes“ Fitnessstudio hat mir nach über 3,5 Jahren nun eine Rechnung geschickt, obwohl ich schon seit 3.5 nicht mehr da war und auch gekündigt habe.
    Nur bin ich in dieser Zeit schon umgezogen usw. Das Fitnessstuido begründet die Verpästung der Rechnung damit: “ Wir haben nun ein neues Inkassobüro und dann ist aufgefallen das Sie seit mehr als 3 Jahren keine Beiträge bezahlt haben“.
    Da ich leider Aufgrund meines Umzuges die Kündigungsbestätigung nicht mehr finde und demnach auch in der Beweispflicht bin, stellt sich mir die Frage, ob ein Fitnessstudio nach so langer Zeit eine Rechnung über einen solangen Zeitraum einfach einfordern kann, oder ob es vielleicht sein kann das nach solanger Zeit eine Verjährung in Kraft tritt?
    Ich fühle mich auf gut Deutsch gesagt ziemlich verarscht.

    Hat da vielleicht jemand Kentnisse diebezüglich?

    Lg Sebi

    1. Und bezüglich Kündigung sind sie uneinsichtig? Wie auch immer, Teile der Forderung sind sicher verjährt, aber das ist ja weniger ein Fitnessstudio-Problem als ein allgemeines Rechtsproblem. Ich würde anrufen und normal mit denen reden, dass das damals gekündigt war, dass du auch nie mehr da warst, dass du umgezogen bist (Melde Bestätigung hast du ja), und dass sie sich durch 3,5 Jahre stillhalten auch eindeutig übereinstimmend mit Deiner Kündigung Verhalten haben. Warum sie nicht reagiert haben ist ja nicht dein Problem, aber so lange keinen Beitrag fordern obwohl der Vertrag angeblich Bestand hat, geht ja auch nicht und lässt eindeutig schließen, dass der Vertrag eben keinen Bestand mehr hat. Es kann keiner von dir verlangen, so lange eine Kündigungsbestätigung aufzuheben, sofern es überhaupt jemals eine gab. Eine Kündigung muss ja nicht bestätigt werden, die ist als einseitiges Rechtsgeschäft auch so gültig. Sobald ein Inkassobüro dran ist ist es halt blöd, aber sage ihnen, dass es dann zum Anwalt geht und der es genauso abwehren wird aus dem beschriebenen Grund. Kann, falls du keine Rechtsschutz hast halt schon auch was kosten…

  22. Hallo,
    habe vor 10 Jahren einen Fitnessvertrag mit meiner Frau abgeschlossen. Nebenabrede: Wegen Sanierung des Studios werden die Studiobeiträge konstant gehalten und nicht weiter erhöht, wenn der Studiobeitrag für ein Jahr im voraus entrichtet wird. Ansonsten gelten die erhöhten Beiträge und man muß mit Erhöhungen rechnen. Hat auch gut bis vor 1 Jahr funktioniert. Denn es hat ohne Vorankündigung einen Inhaberwechsel gegeben. Dieser hat uns nun schriftlich mitgeteilt, das sich die Personal- und Nebenkosten usw. erhöht hätten und um weiterhin kostendeckend arbeiten zu können müssten die Preise der Altverträge angeglichen werden.
    Frage: Darf bei einem Inhaberwechsel der Altvertrag geändert werden ? Was wäre denn in dem Fall, wenn der Inhaberwechsel schon nach einem halben Jahr erfolgt wäre? Auf Nachfrage meinte der Studioheini dann, das dies nur für den Vorbesitzer gelte, und wir dann Sonderkündigungsrecht hätten.
    LG Thomas und Birgit

    1. Hallo! Also Sonderkündigungsrecht ist natürlich selbstverständlich bei solchen Anpassungen. Ob ein neuer Inhaber allerdings an seine Altverträge gebunden ist ist immer so eine Sache. Grundsätzlich ja schon, aber wie will man das durchsetzen? Ich bin auf deiner Seite, da Vertrag Vertrag ist. Nur wie immer in solchen Fragen wird man kaum deswegen klagen. Immerhin ist ihm das Sonderkündigungsrecht bewusst und es gibt deswegen keinen Ärger. Schlussendlich wird es darauf hinauslaufen, mehr zahlen oder sofort kündigen. Vielleicht hilft auch nachdrücklich meckern… immerhin geht es um Mitglieder. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.
      Viele Grüße,
      Peer

      1. Hallo Peer,

        Das nachträgliche Meckern wird kaum was nützen, da es sich um zu viele Verträge handelt, die in dem Zeitraum abgeschlossen wurden. Er hat ja auch sofort auf das Sonderkündigungsrecht aufmerksam gemacht so das er es in Kauf nimmt, das viele kündigen könnten. Dies wird aber fast keiner tun, weil es in nächster Umgebung zwar viele, aber kein halbwegs vernünftiges Studio gibt, welches selbst nach der Erhöhung noch günstiger ist als die Konkurrenz. Von daher hast Du Recht – zahlen oder kündigen-. Mich ärgert es nur, das er genau weiß das er damit durchkommt, weil sich der Klageweg für keinen lohnen würde.
        Danke für Deine schnelle Antwort
        LG Thomas + Birgit

  23. Hallo Peter,Habe im April 2016 ein Vertrag mit einem Fitnessstudio abgeschlossen was noch nicht geöffnet hatte weil die Renovierung noch andauerte.Schhon im Vorfeld gab es „Pleiten ,Pech und Pannen “ Der Aufzug zum Fitnessstudio funktioniert beispielsweise schon seit dem Eröffnung sangebot nicht .Das Studio befindet sich im 3ten Stockwerk. Dann funktionierten die Fernseher nicht (war mir eigentlich egal, dann wurde die Gallilio Platte ein Stockwerk tiefer vor die Damenbekleidung geparkt.,benutzbar aber ein Trainer schaut dort nie vorbei. Das bescheuertste jedoch ist das die Laufbänder nach mehreren Versuchen eine Dämmung zu dem darunter liegenden Stockwerk herzustellen und eine lange Zeit nicht benutzt werden durften,jetzt wohl nur eine zeitliche Nutzungsfrist haben .Nämlich ;Montag bis Mittwoch ab 17Uhr,Donnerstag ab 18 Uhr,Freitag ab 15 Uhr und am Wochenende. Und das soll ich jetzt wohl dauerhaft akzeptieren. Habe jetzt eine fristlose Kündigung aufgrund dieses Umstandes geschrieben,da ich im Schichtdienst arbeite und auch vormittags oder direkt nach der Frühschicht am Laufband trainieren möchte. Die normale Kündigung zum August 2018 wurde akzeptiert aber nicht die fristlose Kündigung.,schließlich könnte ich trotzdem umfangreich trainieren. Ich habe aber schon des öfteren erwähnt das ich mich nur auf dem Laufband warm machen möchte + Ausdauer weil mir an den anderen Kardiogeräten nach kurzer Zeit die Fussrücken schmerzen. Natürlich werde ich jetzt einen Anwalt aufsuchen ,wollte dieses Thema mal zur Diskussion stellen und auch deine Meinung dazu lesen Catharina

    1. Hallo Catharina,
      Meine persönliche Meinung ist, dass man davon ausgehen kann, sämtliche Geräte eines Studios während der bei Vertragsabschluss bekannten Öffnungszeiten nutzen zu können. Insbesondere wenn Pfusch Grund für solche Einschränkungen ist, ist das nicht dein Problem. Eine Aufforderung zur Behebung der Probleme mit Fristsetzung und anschließende Kündigung zum sofortigen Zeitpunkt nach Ablauf dieser Frist sollte aus meiner Sicht korrekt sein. Allerdings kann ich hier natürlich keine Rechtsberatung vornehmen. Es interessiert mich aber sehr wie die Sache weiter- und ausgeht und bitte dich um Information dazu.
      Grüße,
      Peer

  24. Hallo,
    bin an Epilepsie erkrankt und wollte von mein Sonderkündigungsrecht gebrauch machen.Da ich mit offenen Karten spielen wollte und verhindern möchte, dass man mir nicht glaubt habe ich ein Attest mit Diagnose dem Kündigungsschreiben beigefügt. Leider musste ich jetzt feststellen, dass das Studio dieses nicht akzeptiert und mir nur 6 Monate Aufschub gewährt, gute Besserung wünscht und bla bla….. die Krankheit ist keine Grippe und die Dauer der Genesung nicht absehbar. Habt ihr eine Idee was ich machen soll

    Danke schon mal.
    Gruss Markus

    1. Hallo Markus. Wenn ein Arzt bestätigt, dass du Sportverbot hast, und zwar langfristig, dann hat sich der Vertrag erledigt. Die Diagnose geht das Studio nichts an und es liegt auch nicht in deren Ermessen, bei welcher Krankheit welche Aussichten auf Besserung bestehen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob deine Diagnose wirklich ein Hindernis ist oder Training nicht sogar förderlich, aber wie gesagt, es zählt was der Arzt sagt. Da bist Du absolut im Recht. Es ist nur immer wieder ein Problem, dieses Recht durchzusetzen. Im Zweifel nimm die 6 Monate Aufschub und lasse deinen Arzt das rechtzeitig vor Ablauf dieser Zeit erneut bestätigen. Irgendwann hat sich das dann von alleine erledigt.
      Grüße,
      Peer

  25. Hallo,
    ich wollte in meinem Fitnessstudio „Ai Premium Fitness“ kündigen. Laut AGB schriftlich. Meine schriftliche Kündigung haben sie persönlich nicht angenommen. Es sollte per Einschreiben versendet werden. Da ich keine Lust auf Diskussionen hatte, habe ich es per Einschreiben gesendet.
    Mein Einschreiben wurde nicht angenommen und ich habe es 2 Wochen später wieder zurück erhalten. Natürlich war die Kündigungsfrist nun verstrichen. Grund der Verweigerung war, dass kein Absender zu lesen war und es dann abgelehnt werden konnte. Frechheit. Ich habe mich an einen Rechtsanwalt der Verbraucherzentrale gewannt. Auch das Schreiben des Anwalts wurde nicht beantwortet. In dem Schreiben haben wir die Lastschrift widerrufen zum 31.12.2016. Dennoch wird fleißig abgebucht natürlich mit Stornogebühren. Ekliges kundenunfreundliches Verhalten! Geld gibt’s aber nicht mehr von mir! Ich denke sie werden mich vollstopfen mit Inkassogebühren und dann sehen wir weiter. Grüße

    1. Danke für Deinen Beitrag. Abgesehen davon, dass Du gerade in einer misslichen Lage bist, musste ich laut lachen über diese Dummdreistigkeit seitens des Fitness-Studios, die Du schilderst. Wenn im Vertrag steht, du musst schriftlich kündigen, ist die Abgabe einer Kündigung am Schalter völlig ausreichend, alleine Dein Versuch, dies zu tun, gilt in meinen Augen als Zugang der Kündigung. Ein Einschreiben kann grundsätzlich nicht verlangt werden, sondern wird meistens eher aus Sicherheitsgründen des Kunden gewählt, es abzulehnen weil es keinen von außen ersehbaren Absender enthält ist eine selten dämliche Ausrede, und ich bin mir gar nicht so sicher, ob sich das Studio da nicht selbst Probleme mit einhandelt. Du kannst ja den Versand nachweisen und hast die Bestätigung über die Ablehnung. Da Du schon bei einem Rechtsanwalt bist, wird dieser das hoffentlich in aller Härte gegen das Studio durchboxen. Schreib wie es weiter geht!
      Viele Grüße,
      Peer

  26. hallo peer,
    erstmal ein großes dankeschön für deinen sehr umfassenden artikel u auch für deine kompetente beratung u deinen kontinuierlichen einsatz – das finde ich echt klasse. ich habe bisher kein studiosport betrieben u will mich jetzt aber bei einem studio anmelden. bin sehr froh, vorher deine beiträge gelesen zu haben, habe aber jetzt doch ziemlichen respekt vor der vertragsverhandlung, in die ich sonst relativ unbedacht reingegangen wäre.
    merci

    1. Hallo Anna!
      Freit mich, wenn Du ein paar Hinweise bekommen könntest, worauf zu achten ist. Allerdings habe ich die Beobachtung gemacht, dass mittlerweile, zumindest in den Städten, wo es entsprechend Konkurrenz gibt, die Verträge langsam transparenter und fair werden. Schlussendlich soll ja das Training Spaß machen und nicht das Misstrauen den Spaß verderben. Viel Erfolg beim Sport!
      Peer

  27. Hallo, auch ich finde diese Seite Top. Ich habe keine Lösung für mein Akutes Problem gefunden, aber viele nützliche Infos bekommen. DANKE! Aber vll. kann Jemand was zu meinem Problem sagen. Bei Just Fit musste ich bei Vertragsabschluss eine Trainer Gebühr (12,90 alle x Monate) mit Buchen. Dieses Training will ich aber nicht. Kann ich dies Irgendwie kündigen, separat? Gruß und Dank, Rene.

    1. Hallo Rene,
      leider sehen viele Studioverträge so etwas vor, auc hgenannt „Servicepauschale“ etc.; Im Grunde ist das nur eine Verteuerung des regelmäßigen Beitrags, um den Monats- oder Wochenbeitrag scheinbar gering zu halten; denn die meisten nehmen diese Leistung ja nicht in Anspruch und schon gar nicht in genau der Frequenz, in der sie bezahlt wird. Aber das Studio wird dir entgegnen, Du „kannst“ sie ja beanspruchen und ohne diese Kosten kann man den Vertrag nicht abschließen. Ich glaube ganz ehrlich, wenn man klagen würde, würde man Recht bekommen, denn solchen Kosten muss auch eine direkte Leistung gegenüber stehen. Hauptberuflich arbeite ich ja im Bankensektor und was einem da mit Klagen alles verboten wird, lässt mich an der vielgelobten deutschen Vertragsfreiheit ganz massiv zweifeln. Aber da gibt es auch große Verbraucherschutzvereine, die mit Steuergeldern große Klagen finanzieren; als kleines Mitglied irgendeine Fitness-Klitsche verklagen ist halt unrealistisch. Insofern bleibt Dir wohl nur eines: sieh das als normalen Kostenbestandteil Deines Vertrages und zahle. Beim Studio anfragen kostet aber natürlich nichts. Sag ihnen, Du brauchst keinen Trainer und willst diesen Bestandteil aus Deinem Vertrag nehmen. Ich rechne Dir aber wenig Chancen aus. Falls doch, schreibe es hier!
      Viele Grüße,
      Peer

  28. Hallo
    Ich muss laut Vertrag eine so genannte Verwaltungspauschale bezahlen. Jedoch ergeht auf Seite 1 nicht die Höhe des Betrages, sondern lediglich ein händischer Zusatz „1.Jahr fei“.
    Es findet sich nichts über die Höhe dieser Pauschale, noch was genau sie beinhaltet. Muss ich diese Pauschale bezahlen?

    Mit Gruß Mark

    1. Hallo Mark,

      das ist keine Rechtsberatung, aber meine „Meinung“ kannst Du bekommen: die Kosten müssen aus dem Vertrag ersichtlich sein. Niemand kann Dir irgendwelche Kosten in Rechnung stellen, die Du bei Vertragsabschluss nicht weißt. Auf Seite 1 müssen die allerdings nicht stehen, sie müssen nur transparent erkennbar sein. Steht der Betrag nicht im Vertrag hast Du gute Chancen. Allerdings, was willst Du machen, wenn das Studio sie verlangt? Spätestens an dem Punkt wird es immer schwierig, da für Dich der Weg zum Anwalt wohl letztendlich ein zu großes Risiko birgt.

      Zur Rechtmäßigkeit einer Verwaltungspauschale an sich sage ich mal folgendes: da zweifle ich ohnehin dran. Die Rechtsprechung geht immer mehr dahin zu sagen, dem Kunden dürfen nur Kosten in Rechnung gestellt werden für Leistungen, von denen er etwas hat, also eine Gegenleistung, die nicht im normalen Betrieb erbracht wird, sondern separat gefordert wird. Eine „Verwaltung“ muss das Studio als Geschäftsbetrieb in eigenem Interesse durchführen, das ist keine Serviceleistung dem Kunden gegenüber. Sie ist also in die normale Kostenkalkulation, sprich den Mitgliedsbeitrag einzubeziehen und kann nicht dem Kunden separat belastet werden. Das ist in meinen Augen eine ganz große Unart von Fitness-Studios genau wie Mitgliedskartengebühr und anderer Kram, der dem Kunden keinen direkten Nutzen bringt, sondern nur dem Studio seinen Betrieb ermöglicht.
      Ich rege mich aber lange nicht mehr darüber auf. Wenn ich den Monatsbeitrag für eine Mitgliedschaft berechne, nehme ich das alles mit herein, lege es auf den Monat um und entscheide dann ob mir dieser Beitrag eine Mitgliedschaft wert ist oder nicht. Sollen die das Servicepauschale, Verwaltungspauschale, Trainergebühr oder wie auch immer nennen wie sie wollen, schlussendlich sind es meine Kosten, und wenn mir das Studio damit zu teuer ist, gehe ich in ein anderes, wenn nicht dann bezahle ich und rege mich nicht auf. Aber das überlegt man sich VOR Unterschrift auf dem Vertrag. Nachher wird es eben immer sehr schwierig.

      Grüße,
      Peer

  29. Hallo Peer

    Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung zu meiner Anfrage. Grds geht es ja „nur“ um 20 Euro, inwiefern sich generell dafür der mögliche Aufwand lohnt , sei mal dahingestellt. 🙂
    Ich überlege es mir einfach mal und schaue dann.

    Gruß

    Mark

  30. Vielen Dank für den informativen Artikel. Eine Frage hätte ich jedoch. Ich zahle halbjährlich den doppelten Monatsbeitrag als sogenannte Servicepauschale. Kann ich dagegen vorgehen? Vielen Dank im Voraus.
    Gruß
    Simone

    1. Naja, du hast von dieser Gebühr bei Unterschrift gewusst? Dann seht es schlecht aus. Prinzipiell haben wir ja Vertragsfreiheit und wenn da steht x Euro pro Woche plus y Euro 2x im Jahr, dann ist das eben der Preis. Transparent finde ich das zwar nicht, aber es ist ja leicht sich das auf den Monat umzurechnen und dann zu entscheiden, ob das Studio das Geld wert ist oder nicht. Dennoch würde ich das Studio Mal fragen, welchen Service genau du damit eigentlich bezahlst. Meistens kommen da nur dumme Antworten wie Reinigung, Beratung, Einweisung… aber wirklich dagegen vorgehen? Ist die Mühe nicht wert.

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